Grundbegriffe der aristotelischen Philosophie

INHALT


I. DER VORLESUNGSTEXT AUF DER GRUNDLAGE
DER STUDENTISCHEN NACHSCHRIFTEN


EINLEITUNG

Die philologische Absicht der Vorlesung
und deren Voraussetzungen


§ 1. Die philologische Absicht der Vorlesung: Betrachtung einiger Grundbegriffe der aristotelischen Philosophie in ihrer Begrifflichkeit3
§ 2. Die Voraussetzungen der philologischen Absicht. Abgrenzung der Weise, wie über Philosophie gehandelt wird5

ERSTER TEIL

Vorverständigung
über die Bodenständigkeit der Begrifflichkeit
auf dem Wege einer Explikation des Daseins als In-der-Welt-sein
in der Orientierung an aristotelischen Grundbegriffen


Erstes Kapitel

Betrachtung der Definition als des Ortes der Ausdrücklichkeit des Begriffs und Rückgang zum Boden der Definition


§ 3. Die Bestimmung des Begriffs durch die Lehre von der Definition in der »Logik« Kants 35
§ 4. Die Momente der Begrifflichkeit der aristotelischen Grund-begriffe und die Frage nach deren Bodenständigkeit12
§ 5. Rückgang zum Boden der Definition15
a) Die Prädikabilien15
b) Die aristotelische Bestimmung des ὀρισμός als λόγος οὐσίας17
§ 6. Vorläufige Klärung des λόγος18
§ 7. Die ούσια als der Grundbegriff schlechthin der aristotelischen Philosophie 21
a) Die verschiedenen Weisen der Vieldeutigkeit von Begriffen und des Werdens von Termini22
b) Die geläufige Bedeutung von ούσια24
c) Die terminologische Bedeutung von οὐσία26
α) Die οὐσία als Seiendes28
β) Die οὐσία als Sein. Die Seinscharaktere (Met. Δ 8)29
γ) Die ούσια als Dasein. Die Seinscharaktere als Charaktere des Da 33
§ 8. Der ὀρισμός als bestimmte Weise des Seins-in-der-Welt. Die Aufgabe, die Grundbegriffe in ihrer Begrifflichkeit in das Dasein als Sein-in-der-Welt hineinzuverstehen 36

Zweites Kapitel

Die aristotelische Bestimmung des Daseins des Menschen als ζωή πρακτική im Sinne einer ψυχής ἐνέργεια


§ 9. Das Dasein des Menschen als ψυχή: Sprechendsein (λόγον εχειν) und Miteinandersein (κοινωνία) (Pol. A 2, Rhet. A 6 und 11 45
a) Die Bestimmung des Menschen als ζῷον λόγον ἔχον. Die Aufgabe der Abhebung des λόγος gegen die φωνή 45
b) Der λόγος des Menschen und die φωνή des Tieres als eigentümliche Weisen des Seins-in-der-Welt und Miteinanderseins49
α) Orientierung über Phänomene, die der Abhebung des λόγος gegen die φωνή zugrunde liegen 51
β) Die Begegnischaraktere der Welt des Tieres: ἡδύ und λυπηρόν. Die φωνή als Anzeigen, Locken und Warnen 53
γ) Die Begegnischaraktere der Welt des Menschen: συμφέρον, βλαβερόν und ἀγαθόν. Der λόγος als Sichaussprechen mit anderen über das Beiträgliche zum Ende des Besorgens 55
c) Das Man als Wie der Alltäglichkeit des Miteinanderseins. Die Gleichursprünglichkeit des Miteinanderseins und des Sprechendseins62
§ 10. Das Dasein des Menschen als ενέργεια: das ἀγαθόν (Eth. Nic. A 1-4)65
a) Die Ausdrücklichkeit des ἀγαθόν67
α) Die Ausdrücklichkeit des ἀγαθόν als solchen in der τέχνη 67
β) Die Ausdrücklichkeit des άν&ρώπι,νον άγαϋόν in der πολιτιχή 68
b) Die Grundbestimmungen des ἀγαθόν69
α) Mannigfaltigkeit und Führungszusammenhang der τέλη und Notwendigkeit eines τέλος δι' αύτό 70
β) Die βίοι als τέλη δι' αύτά. Die Kriterien für das τέλος bC a ύτό: οίκεΐον. δυσαφαίρετον, τέλειον und αΰταρκες 73
§ 11. Das τέλειον (Met. Δ 16) 80
a) Übersetzung des Kapitels80
b) Gliederung des Kapitels83
α) Die ersten beiden Gliederungspunkte. Die Methode der Übertragung 83
β) Vergegenwärtigung des Zusammenhangs der Behandlung des τέλει,ον 84
γ) Neuansetzung der Gliederung des Kapitels 85
c) Das τέλειον als Grenze im Sinne des eigentlichen Da eines Seienden89
§ 12. Fortsetzung der Betrachtung des ἀγαθόν (Eth. Nie. A 5-6) 91
a) Fortsetzung der Diskussion der Grundbestimmungen des ἀγαθόν. Das άνθρώπινον ἀγαθόν als das ἀπλῶς τέλειον92
b) Die ψυχής ἐνέργεια κατ' ἀρετήν als die dem Sinn des ἀνθρώπιvov ἀγαθόν genügende Seinsmöglichkeit des Menschen 97

Drittes Kapitel

Die Auslegung des Daseins des Menschen
hinsichtlich der Grundmöglichkeit des Miteinandersprechens
am Leitfaden der Rhetorik


§ 13. Das Sprechendsein als Hörenkönnen und als Möglichkeit des Verfallens. Der doppelte Sinn des αλογον (Eth. Nic. A 13, De an. B 4) 103
§14. Die Grundbestimmung der Rhetorik und der λόγος selbst als πίσπς (Rhet. A 1-3)113
a) Die Grundbestimmung der Rhetorik als Möglichkeit zu sehen, was jeweils für eine Sache spricht 114
b) Die drei πίστεις εντεχνοι,: ἦθος, πάθος und der λόγος selbst119
c) Der λόγος selbst als πίσας123
α) Die drei Formen des Hörers und die aus diesen zu bestimmenden drei Arten des λόγος: beratende Rede (συμβουλευτικός), Gerichtsrede (δι,κανικός) und Lobrede (έπιδει,κτικός) 123
β) Das rhetorische Sprechen mit παράδειγμα und ένθύμημα in seiner Parallelität zum dialektischen Sprechen mit ἐπαγωγή und συλλογισμός 127
§ 15. Die δόξα (Eth. Nie. Z 10 und Γ 4) 136
a) Abgrenzung der δόξα gegen das Suchen (ζήτησις), das Wissen (έπιστημη) und das Sich vergegenwärtigen (φαντασία) 136
b) Vergegenwärtigung des Zusammenhangs der Behandlung der δόξα 138
c) Wiederholung und Fortsetzung der Abgrenzung der δόξα: δόξα und Entschlossensein (προαίρεσις) 141
d) Die Charaktere der δόξα als der Orientiertheit des durchschnittlichen Miteinanderseins-in-der-Welt 149
e) Die δόξα als der Boden für das theoretische Verhandeln152
α) Vorgabe (πρότασις) und Vorwurf (πρόβλημα) als Woher und Worüber des theoretischen Verhandeins (Top. A 4 und A 10-11) 152
β) Das Nichtdurchkommenkönnen (απορία) als das Thema des theoretischen Verhandeins (Met. B 1) 158
§ 16. Das ἦθος und das πάθος als πίστεις (Rhet. B 1, Eth. Nic. B 4) 161
a) Theoretisches und praktisches Verhandeln161
b) Das ἦθος als αιίστις 165
c) Das πάϋος als πίστις 167
§ 17. Die ἕξις (Met. A 23 und 20, Eth. Nie. B 1-5) 172
a) Das εχει,ν und die εξι.ς172
b) Vergegenwärtigung des Zusammenhangs der Behandlung der ἕξις 176
c) Die ἕξις und die ἀρετή 179
α) Die γένεσις der ἀρετή 181
β) Die ἀρετή als μεσότης 184
γ) Die Orientierung der ἀρετή auf den Augenblick (καιρός) 188
§18. Das πάθος. Seine allgemeinen Bedeutungen und seine Rolle im menschlichen Dasein (Met. Δ 21, De an. A 1) 191
a) Die ἕξις als Leitfaden für die Fassung der Seinsstruktur des πάθος 191
b) Die vier allgemeinen Bedeutungen von πάθος 194
c) Das πάθος als Mitgenommenwerden des menschlichen Daseins in seinem vollen leiblichen In-der-Welt-sein 197
d) Die doppelte Betrachtungsart der πσ&η nach εἶδος und ΰλη und die Frage nach der Aufgabe des φυσικός 203
§19. Der φυσικός und seine Art der Behandlung der ψυχή (De part. an. A 1) 208
a) Die beiden Arten der ἔξις θεωρίας: Sachkenntnis (ἐπιστήμη) und Sicherheit der Behandlungsart (παιδεία) 209
b) Die entscheidende παιδεία bei der Erforschung der φύσει γινόμενα. Das ού ^νεκα als λόγος die primäre Hinsicht 210
c) Die Bestimmung des auf die φύσει γι,νόμενα bezogenen eigenständigen λόγος 217
α) Die εργα τέχνης und der λόγος der τέχνη 219
β) Die Seinscharaktere der φύσει γινόμενα 223
γ) Kritik der Betrachtungsart der alten Physiologen 225
d) Der doppelte Beweis für den beschränkten Bereich des φυσικός 232
α) Indirekter Beweis 233
β) Beweis aus dem Charakter des Bewegtseins selbst 237
e) Die Bestimmtheit der Geschichte der Erforschung der Natur durch die Wahrheit selbst 239
§ 20. Das Λάθος als ήδονη und λύπη (Eth. Nie. K 1-5) 241
§ 21. Der φόβος (Rhet. B 5) 248
a) Schematischer Aufriß der Charakterisierung der Furcht249
b) Das Thema, die erste Definition und die ersten Bestimmungen 250
c) Das Bedrohliche (φοβερά) und die es anmeldenden Begegnischaraktere (σημεΐα) 252
d) Die Menschen selbst, sofern sie fürchterlich sind (φοβεροι) 256
e) Die Eigentlichkeit des Fürchterlichen (φοβερόν) 258
f) Die Befindlichkeit im Sichfürchten 259
g) Die Furcht als Ίάαχις. Der Mut als Möglichkeit des Gefaßtseins zu ihr. Die πάθη als Boden für den λόγος 260
§ 22. Ergänzungen zur Explikation des Daseins als In-der-Welt-sein 263
a) Die ἔξις des άληθεύείν (Eth. Nic. Δ 12-13) 263
b) Die Welt als Naturwelt 265

ZWEITER TEIL

Wiederholende Interpretation aristotelischer Grundbegriffe auf dem Grunde des Verständnisses der Bodenständigkeit der Begrifflichkeit


Erstes Kapitel
Das Dasein des Menschen als die Bodenständigkeit der BegriffLichkeit


§ 23. Aufweis der Möglichkeit der Begrifflichkeit im Dasein nach sachgebender Grunderfahrung, führendem Anspruch und herrschender Verständlichkeit 269
§ 24. Der doppelte Sinn der Möglichkeit der Begrifflichkeit im Dasein 273
a) Die Möglichkeit der Begrifflichkeit im negativen Sinne der Möglichkeit dessen, wogegen die Begrifflichkeit sich ausbildet 274
α) Die Ausgelegtheit des Daseins in Vorhabe, Vorsicht und Vorgriff 274
β) Der λόγος als Möglichkeit von Irrtum und Verstellung 276
b) Die Möglichkeit der Begrifflichkeit im positiven Sinne der Möglichkeit dessen, wofür die Begrifflichkeit sich ausbildet. Der νοϋς als δι,ανοεΐσθαι 278

Zweites Kapitel
Interpretation der Ausbildung des Begriffs der κίνησις als eines radikalen Ergreif ens der Ausgelegtheit des Daseins


§ 25. Die aristotelische »Physik« als ἀρχή-Forschung. Orientierung über die ersten beiden Bücher 283
§ 26. Bewegung als έντελέχει.α τοῦ δυνάμει. οντος (Phys. Γ 1) 287
a) Aufriß des Kapitels 287
b) Die Rolle der Furcht in der ἀρχή-Forschung 289
c) Das Thema und das mit diesem Mitgegebene 291
d) Die Weisen des Seins, von denen her die Bewegung zu fassen ist 293
α) Die έντελέχεια und die ἐνέργεια 295
β) Die στέρησις 297
γ) Die δύναμις 299
δ) Das Sein im Sinne der Kategorien 302
e) Die Bewegung als Sein des Seienden der Welt selbst. Kritik der platonischen Rede vom άγαθόν καθόλου (Eth. Nic. A4) 305
f) Das δι.χ0ς der Kategorien 311
g) Die erste Definition der Bewegung und ihre Veranschaulichung 312
§ 27. Bewegung als άόρίστον (Phys. Γ 2) 315
a) Aufriß des Kapitels 316
b) Kritik der früheren Bestimmung der Bewegung durch έτερότης, άνι.σότης und μή ὄν 317
c) Der Grund für diese Bestimmung: das άόρι,στον der Bewegung 318
d) Die Bewegung als άτελής in bezug auf das εργον 321
§ 28. Bewegung als έντελέχει.α τοΰ δυνάμεί ποιητικοΰ καί παΐ)ητι.κοΰ (Phys. Γ 3) 321
a) Aufriß des Kapitels 321
b) Das πρός TL als Charakter des In-der-Welt-seins 323
c) Die eigentliche Definition der Bewegung durch ποίησι,ς und πάθησίς 327


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