EREIGNIS: SIX THESES

Thomas Sheehan

Stanford University

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1. EREIGNIS IS NOT AN EVENT AT ALL, NOT EVEN “THE EVENT OF APPROPRIATION.”

1.1 Das Wort Ereignis meint hier nicht mehr das, was wir sonst irgendein Geschehnis, ein Vorkommnis [gloss: eine Begebenheit] nennen. (GA 11: 45.19–20 = ET 36.18–19).

1.2 Wir können das mit dem Namen “das Ereignis” Genannte nicht mehr am Leitfaden der gelaufigen Wortbedeutung vorstellen; denn sie versteht ‘Ereignis’ im Sinne von Vorkommnis und Geschehnis (GA 14: 25.33–26.1 = ET 20.29–33).

1.3 Das Ereignis meint hier nicht ein “Vorkommnis” (GA 70: 17.19).

2. EREIGNIS / AP-PROPRI-ATION: THE BRINGING OF DASEIN INTO ITS OWN, ITS ESSENCE.

Latin: ad + propriare: to bring something ad proprium, to its proper state of being. Dasein is ereignet, i.e., has always-already been brought into its own as the thrown-open clearing.

2.1 . . . das Er-eignis des Daseins, wodurch dieses dann geeignet wird” (GA 94: 448.31)

2.2 Hier ist das Ereignis auf den Menschen zu gesehen, der aus ihm als Dasein bestimmt wird (GA 65: 407, note = ET 322 note 1).

2.3 Das Ereignis verleiht den Sterblichen den Aufenthalt in ihrem Wesen (GA 12: 248.6–7 = ET 128.19–20).

2.4 Das Ereignis ist das Gesetz, insofern es die Sterblichen in das Ereignen zu ihrem Wesen versammelt und darin hält. (GA 12: 248.15–16 = ET 128.29–129.1).

2.5 . . . daß sie [= die Vereignung] das Menschenwesen in sein Eigenes entläßt (GA 12: 249.5–6 = ET 129.13).

3. APPROPRIATION IS THE ALWAYS-ALREADY OPERATIVE “OPENING OF THE CLEARING.”

3.1 Appropriation is the “Lichten der Lichtung” (GA 49: 41.26, GA 4: 56.27 = ET 79.12; etc.).

4. APPROPRIATION IS THE AUSTRAG [THE DRAWING OUT] DES DASEINS AS THE CLEARING.

4.1 Der Austrag meint . . .Eröffnung, Lichten der Lichtung—Er-eignis als Austrag. (GA 66: 84.33–34 = ET 70.37–38).

5. APPROPRIATION IS AN ALWAYS-ALREADY-OPERATIVE EXISTENTIAL FACT.

5.1 Appropriation is “die Gegenwart des Unzugangbaren, / der wir Sterbliche / anfänglich geeignet sind.” (GA 13: 242.27–29 = ET 73.10–14).

5.2 Sind wir, die Menschen, nicht immer schon in einer solchen Entsprechung [zum Sein, zur Lichtung], und zwar nicht nur de facto, sondern aus unserem Wesen? Macht diese Entsprechung nicht den Grundzug unseres Wesens aus? (GA 11: 20.23–26 )

5.3 Zeitigung = unfolding [“sich-entfalten,” Zollikon Seminare, 203.7–8 = ET 158.10–11]; die Zeitigung der Zeitlichkeit = das Lichten der Lichtung = das Urfaktum GA 26: 270.10 = ET 209.7

6. APPROPRIATION IS HEIDEGGER’S LATER TERM FOR DASEIN’S THROWNNESS.

6.1 Das Dasein ist geworfen, ereignet (GA 65: 304.8 = ET 240.16; cf. ibid. 252.23–25 = ET 199.3–4).

6.2 . . . daß der Werfer des Entwurfs als geworfener sich erfahrt, d. h. er-eignet (GA 65: 239.5 = ET 188.25.)

6.3 die Er-eignung, das Geworfenwerden (GA 65: 34.9 = ET 29.7)

6.4 die Übernahme der Geworfenheit (SZ 325.37 = ET 373.14–15) aka “die Über-nahme der Ereignung. (GA 65: 322.7–8 = ET 254.36–37).

6.5 Geworfenheit und Ereignis (GA 9: 377, note d = ET 286, note d).



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