ERSTER TEIL
DIE INTERPRETATION DES DASEINS AUF DIE
ZEITLICHKEITa UND DIE EXPLIKATION DER ZEIT
ALS DES TRANSZENDENTALEN HORIZONTES
DER FRAGE NACH DEM SEINb
ERSTER ABSCHNITT
DIE VORBEREITENDE FUNDAMENTALANALYSE
DES DASEINS
Das primär Befragte in der Frage nach dem Sinn des Seins ist das Seiende vom Charakter des Daseins. Die vorbereitende existenziale Analytik des Daseins bedarf selbst ihrer Eigenart gemäß einer vorzeichnenden Exposition und Abgrenzung gegen scheinbar mit ihr gleichlaufende Untersuchungen (1. Kapitel). Unter Festhaltung des fixierten Ansatzes der Untersuchung ist am Dasein eine Fundamentalstruktur freizulegen: das In-der-Welt-sein (2. Kapitel). Dieses »Apriori« der Daseinsauslegung ist keine zusammengestückte Bestimmtheit, sondern eine ursprünglich und ständig ganze Struktur. Sie gewährt aber verschiedene Hinblicke auf die sie konstituierenden Momente. Bei einem ständigen Im-Blick-behalten des je vorgängigen Ganzen dieser Struktur sind diese Momente phänomenal abzuheben. Und so werden Gegenstand der Analyse: die Welt in ihrer Weltlichkeit (3. Kapitel), das In-der-Weltsein als Mit- und Selbstsein (4. Kapitel), das In-Sein als solches (5. Kapitel). Auf dem Boden der Analyse dieser Fundamentalstruktur wird eine vorläufige Anzeige des Seins des Daseins möglich. Sein existenzialer Sinn ist die Sorge (6. Kapitel).
1 Nur dieses in diesem veröffentlichten Stück.
b Vgl. dazu Marburger Vorlesung SS 1927 (Die Grundprobleme der Phänomenologie).