Wir nehmen den Ausdruck Welt terminologisch für die unter n. 3 fixierte Bedeutung in Anspruch. Wird er zuweilen im erstgenannten Sinne gebraucht, dann wird diese Bedeutung durch Anführungszeichen markiert.
Die Abwandlung »weltlich« meint dann terminologisch eine Seinsart des Daseins und nie eine solche des »in« der Welt vorhandenen Seienden. Dieses nennen wird weltzugehöriga oder innerweltlich.
Ein Blick auf die bisherige Ontologie zeigt, daß mit dem
Verfehlen der Daseinsverfassung des In-der-Welt-seins ein
Überspringen des Phänomens der Weltlichkeit zusammengeht.
Statt dessen versucht man die Welt aus dem Sein des Seienden
zu interpretieren, das innerweltlich vorhanden, überdies aber
zunächst gar nicht entdeckt ist, aus der Naturb. Natur ist — ontologisch-kategorial verstanden — ein Grenzfall des Seins von möglichem innerweltlichen Seienden. Das Seiende als Natur in diesem Sinne kann das Dasein nur in einem bestimmten Modus seines In-der-Welt-seins entdecken. Dieses Erkennen hat den Charakter einer bestimmten Entweltlichung der Welt. »Natur« als der kategoriale Inbegriff von Seinsstrukturen eines bestimmten innerweltlich begegnenden Seienden vermag nie Weltlichkeit verständlich zu machenc. Ebenso ist auch das Phänomen »Natur« etwa im Sinne des Naturbegriffes der Romantik erst aus dem Weltbegriff, d. h. der Analytik des Daseins her ontologisch faßbar.
Im Hinblick auf das Problem einer ontologischen Analyse der Weltlichkeit der Welt bewegt sich die überlieferte Ontologie — wenn sie das Problem überhaupt sieht — in einer Sackgasse. Andererseits wird eine Interpretation der Weltlichkeit des Daseins und der Möglichkeiten und Arten seiner Verweltlichung zeigen müssen, warum das Dasein in der Seinsart des Welterkennens ontisch und ontologisch das Phänomen der
a Da-sein gerade ist welthörig.
b ,Natur‘ hier Kantisch gemeint im Sinne der neuzeitlichen Physik.
c sondern umgekehrt!