dessen, was in der vulgären Daseinsauslegung mit den Ausdrücken »Geschichte« und »geschichtlich« gemeint ist. Sie sind mehrdeutig.
Die nächstliegende, oft bemerkte, aber keineswegs »ungefähre« Zweideutigkeit des Terminus »Geschichte« bekundet sich darin, daß er sowohl die »geschichtliche Wirklichkeit« meint als auch die mögliche Wissenschaft von ihr. Die Bedeutung von »Geschichte« im Sinne von Geschichtswissenschaft (Historie) schalten wir vorläufig aus.
Unter den Bedeutungen des Ausdrucks »Geschichte«, die weder die Wissenschaft von der Geschichte, noch auch diese als Objekt meinen, sondern dieses nicht notwendig objektivierte Seiende selbst, beansprucht diejenige einen vorzüglichen Gebrauch, in der dieses Seiende als Vergangenes verstanden wird. Diese Bedeutung bekundet sich in der Rede: dies und jenes gehört bereits der Geschichte an. »Vergangen« besagt hier einmal: nicht mehr vorhanden oder auch: zwar noch vorhanden, aber ohne »Wirkung« auf die »Gegenwart«. Allerdings hat das Geschichtliche als das Vergangene auch die entgegengesetzte Bedeutung, wenn wir sagen: man kann sich der Geschichte nicht entziehen. Hier meint Geschichte das Vergangenea, aber gleichwohl noch Nachwirkende. Wie immer, das Geschichtliche als das Vergangene wird in einem positiven bzw. privativen Wirkungsbezug auf die »Gegenwart« im Sinne des »jetzt« und »heute« Wirklichen verstanden . »Vergangenheit« hat dabei noch einen merkwürdigen Doppelsinn. Das Vergangene gehört unwiederbringlich der früheren Zeit an, es gehörte zu den damaligen Ereignissen und kann trotzdem noch »jetzt« vorhanden sein, zum Beispiel die Reste eines griechischen Tempels. Ein »Stück Vergangenheit« ist noch mit ihm »gegenwärtig«.
Sodann meint Geschichte nicht so sehr die »Vergangenheit« im Sinne des Vergangenen, sondern die Herkunft aus
a vormals Vorausgegangene und jetzt Zurückbleibende