physik erwächst einer Wiederholung der Grundfrage der Metaphysik die Aufgabe, den von dieser Problematik geforderten Rückgang in die Endlichkeit im Menschen so durchzuführen, daß im Da-sein als solchem die Zeithchkeit als transzendentale Urstruktur sichtbar wird.
Auf dem Wege zu diesem Ziel der Fundamentalontologie, d.h. zugleich im Dienste der Herausarbeitung der Endlichkeit im Menschen, wird die existenziale Interpretation von Gewissen, Schuld und Tod notwendig. Die transzendentale Auslegung der Geschichtlichkeit auf dem Grunde der Zeitlichkeit soll zugleich einen Vorbegriff von der Seinsart desjenigen Geschehens geben, das in der Wiederholung der Seinsfrage geschieht. Metaphysik ist nichts, was von Menschen nur „geschaffen“ wird in Systemen und Lehren, sondern das Seins Verständnis, sein Entwurf und seine Verwerfung, geschieht im Dasein als solchem. Die „Metaphysik“ ist das Grundgeschehen beim Einbruch in das Seiende, der mit der faktischen Existenz von so etwas wie Mensch überhaupt geschieht.
Die Metaphysik des Daseins, die sich in der Fundamentalontologie zur Ausbildung bringen soll, ist nicht als eine neue Disziplin im Rahmen der schon vorhandenen beansprucht, sondern in ihr bekundet sich der Wille zur Erweckung der Einsicht, daß das Philosophieren als ausdrückliche Transzendenz des Daseins geschieht.
Wenn die Problematik der Metaphysik des Daseins als die von „Sein und Zeit“ benannt wird, so kann jetzt aus der Verdeutlichung der Idee einer Fundamentalontologie klar geworden sein, daß in diesem Titel das „und“ das zentrale Problem in sich birgt. „Sein“ sowohl wie „Zeit“ brauchen die bisherige Bedeutung nicht aufzugeben, wohl aber muß eine ursprünglichere Auslegung ihr Recht und ihre Grenze begründen.