§ 45. Die Idee der Fundamentalontologie und die Kritik der reinen Vernunft


Kants Grundlegung der Metaphysik mußte, als erstmaliges entschlossenes Fragen nach der inneren Möglichkeit der Offenbarkeit des Seins von Seiendem, auf die Zeit als Grundbestimmung der endlichen Transzendenz stoßen, wenn anders das Seinsverständnis im Dasein gleichsam von selbsta das Sein auf die Zeit entwirft. Seine Grundlegung der Metaphysik mußte aber auch zugleich über den vulgären Zeitbegriff zurückgetrieben werden zu dem transzendentalen Verständnis der Zeit als reiner Selbstaffektion, die in ihrem Wesen mit der reinen Apperzeption einig ist und in dieser Einheit die Ganzheit einer reinen sinnlichen Vernunft ermöglicht.

Nicht weil die Zeit als „Form der Anschauung“ fungiert und eingangs in der Kritik der reinen Vernunft als solche ausgelegt wird, sondern deshalb, weil das Seinsverständnis aus dem Grunde der Endlichkeit des Daseins im Menschen sich auf die Zeit entwerfen mußb, gewinnt die Zeit in der wesenhaften Einheit mit der transzendentalen Einbildungskraft die zentrale metaphysische Funktion in der Kritik der reinen Vernunft.

Diese selbst erschüttert so die Herrschaft der Vernunft und des Verstandes. Der „Logik“ ist ihr von alters her ausgebildeter Vorrang in der Metaphysik genommen. Ihre Idee wird fraglich.

Wenn das Wesen der Transzendenz in der reinen Einbildungskraft bzw. ursprünglicher in der Zeitlichkeit gründet, dann ist gerade die Idee der „transzendentalen Logik“ ein Unbegriff, zumal dann, wenn sie noch, entgegen der ursprünglichen Absicht Kants, auf sich gestellt und absolut genommen wird.


a was heißt das?

b wie hier die Raumfrage eingeschlossen? „Räumlichkeit“ des Da-seins (Sein und Zeit)