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55 Phänomenologie und Theologie

Hölderlin« genannt ist, und das »Schriftchen« Über die Christlichkeit unserer heutigen Theologie von Franz Overheck, der die weltverneinende Enderwartung als den Grundzug des Urchristlichen feststellt.


Beide Schriften sind auch in der heutigen veränderten Welt noch unzeitgemäß, will heißen: für die wenigen Denkenden unter den zahllosen Rechnern bedeutend, weisend in das sagend, fragend, bildende Verharren vor dem Unzugangbaren.


Zur Erörterung des weiteren Fragebereichs beider Schriften vgl. M. Heidegger: Holzwege 1950, S. 193ff. »Nietzsches Wort ›Gott ist tot‹«; ferner: Nietzsche II, S. 7—232 »Der europäische Nihilismus« und S. 233—296 »Die seinsgeschichtliche Bestimmung des Nihilismus«. Die beiden Texte sind 1967 gesondert als Studienausgabe erschienen.



Freiburg i. Br. am 27. August 1970


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GA 9