ZUR SEINSFRAGE



Vorwort


Die Schrift gibt den unveränderten, um einige Zeilen (S. 24 f.) erweiterten Text des Beitrags zur Festschrift für Ernst Jünger (1955). Geändert ist der Titel. Er lautete: Über »Die Linie«. Der neue Titel soll anzeigen, daß die Besinnung auf das Wesen des Nihilismus aus einer Erörterung des Seins als SfeSi herstammt. Nach der Überlieferung versteht die Philosophie unter der Seinsfrage die Frage nach dem Seienden als Seienden. Sie ist die Frage der Metaphysik. Die Beantwortung dieser Frage beruft sich jeweils auf eine Auslegung des Seins, die im Fraglosen verbleibt und den Grund und Boden für die Metaphysik bereitstellt. Die Metaphysik geht nicht in ihren Grund zurück. Diesen Rückgang erläutert die »Einleitung« zu »Was ist Metaphysik?«, die seit der 5. Auflage (1949) dem Text des Vortrags vorangestellt ist. (7. Auflage 1955, S. 7-23.)



Über »Die Linie«


Lieber Herr Jünger!


Mein Gruß zu Ihrem sechzigsten Geburtstag übernimmt mit einer geringen Veränderung den Titel der Abhandlung, die Sie bei der gleichen Gelegenheit mir widmeten. Ihr Beitrag »Über die Linie« erschien unterdessen, an einigen Stellen erweitert, als gesonderte Schrift. Sie ist eine »Lagebeurteilung«, die dem »Überqueren« der Linie gilt, erschöpft sich indes nicht im Beschreiben der Lage. Die Linie heißt auch der »Nullmeridian« (S. 29). Sie sprechen (S. 22 und 31) vom »Nullpunkt«.

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