versammelt hat in das Geheimnis des Todes. Man pflegt, das Wessen
des Todes aus der Zuordnung zum »Leben« zu bestimmen; faßt
»Leben« als das menschliche, was das vernünftige Lebe-wesen
bestimmt, dann wird der Tod als ein menschliches Vorkommnis
und Schicksal vorgestellt. Denken wir jedoch das Wesen des
Menschen aus seiner Vereignung in die Wahrnis des Ereignisses,
in das er wesenhaft — aus der ereignenden Gewähr gehört, dann
empfängt der Tod seine eigentliche Bestimmung aus dem Ereignis
(aus dem An-fang des Seyns). Auf diese Bestimmung des Wesens
des Todes aus dem »Sein« ist | die Erörterung des Todes in »Sein [52]
und Zeit« angelegt. Bei einiger Besinnung mußte dieser Ausblick
auf die Wesensbestimmung des Todes einleuchten: er zeigt sich
als äußerste Möglichkeit des Da-seins, welches ekstatische »Sein«
des Da, d.h. der Lichtung von Sein als solchem eigentlich, zuerst
und zuletzt bestimmt wird durch das »Seinsverständnis« — d.h.
durch das Innestehen im eröffnenden-ent-werfenden Bezug zum
Sein. Das Wesende des Todes ist es, daß er das Sein verbirgt und
d.h. eigentlich versammelt und sammelnd birgt. Der Tod ist das
Gebirg des Seins. Diejenigen, die wesenhaft den Tod vermögen,
die Sterblichen, sind die Wohner im Ge-birg des Ereignisses.
Geht es darum, daß die Menschen erst eigens die Sterblichen
werden, dann sagt dies eigentlich: es geht um das Ereignis. Es
geht, in gewisser Weise noch metaphysisch gesprochen, um die
Bergung der Wahrnis des Seins als solchen, nicht um den Menschen
nur, auch nicht um den Gott, sondern um das Anfängliche,
das Gottheit und Menschheit in ihrem anfänglichen Bezug und
in der Frühe ihrer Nähe (Himmel und Erde) eigentlich, d.h. ereignet,
gewährt.
Indes lastet auf dein Gesagten ein Bedenken. Läßt sich sagen: Es geht um das Ereignis? Was meint hier: | »Es« und »gehen«, [53] »gehen um«? Bleibt das »Es geht um« nicht stets solches, dem die Art und Weise des Ereignisses eignet.
Wie können wir dann noch das Ereignis einem »Es geht um« ein- und unterordnen? Höchstens ließe sich sagen: dem Ereignis geht es um das Ereignen. Doch die Frage bleibt noch: was sagt