Niemand darfwagen, ander Zugehörigkeitder Objektivität zur Subjektivitätirngeringstenzu rütteln.
Aber mitdem Hinweisauf die Objekt-Subjekt-Beziehungist nichtsvorn Brauchgesagt. Dennsogleicherhebt sich die Frage: erschöpft die Objektivitätden Sinnvon Sein? Wennja, in welcher Weise »ist« danndas Subjekt; welchen Seinscharakter hat die Subjektivität. Sie ist doch nichts Objektives? Oderam Endedoch? Und wenn ja, für welche Subjektivität von welcher Weise des Seins? Hier wird offenkundig: mit der Vorstellung der Subjekt-Objekt-Beziehung ist der Sinn von Sein, der sowohl die Objektivität als auch die Subjektivität, undgar die Beziehung beider bestimmt, in keiner Weise gelichtet, nicht einmal erfragt.
Wie sollim Bezirkder Subjekt-Objekt-Beziehungdas Geringste
über das Seinals solchemerörtertwerden undgarnochim Hinblick
auf die Zugehörigkeit des Menschenwesens zum Sein? Im
Umkreis des metaphysischen Vorstellens bleibt das, was der Name
»Brauch« nennt, unzugänglich. Damitistgesagt: im Umkreis des
metaphysischen Vorstellens könnenauchkeine Gegenstände gegen
den »Brauch« vorgebracht werden; denn jenes Vorstellen reicht
nicht in das Wesenvon Sein. Esbedarfeiner Verwandlung des
Denkens und der entsprechend gewandelten Art der Zwiesprache
und der »Verständigung«. Mit anderen Worten »Verständigung«
(vgl. ob.) ist hier kein mögliches Ziel mehr.
Aber auch das verwandelte Denken vermag wenig genug.
Das Denkenbleibtsolangeohnmächtig, alseswähnt, jemals mächtig sein zu können. Sein Weg führt außerhalb von Macht und Ohnmachtdurch das Unwegsamedes Ereignisses.
Dämmertabernichtder Brauch schon im Beginn des abendländischen Denkens? Kennt nicht der Spruch des Parmenides xöyctp chiö... die Zugehörigkeit des voelv in das elvai? Wie immer man diese Zugehörigkeit auslegen mag, in jedem Fall bleibt der Spruch weit entferntauchnurvon einer Andeutung des Brauchs.
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