Amt blieben; man vergleiche einmal deren Rektoratsreden mit der meinen.)
Ich habe nicht erst nach 1945 durch Schreiben und Reden mich von der Hitlerherrschaft distanziert, sondern dies durch Handeln (den Rücktritt vom Rektorat und Ablehnung der Teilnahme an der neuen Rektoratsübergabe) bezeugt. | Daß die Hitlerpresse dies alles totgeschwiegen hat, sollte jedem Einsichtigen einleuchten. Aber wer ist heute noch imstande, die Jahre 1932 bis 1934 sachgerecht zu beurteilen?
Man sagt, der Bundespräsident habe, alserfür das Ermächtigungsgesetz stimmte, nicht wissen können, was 1938 ff. geschah.
Aber jene Zustimmung war unvergleichlich entscheidender, als mein kurzfristiges Rektorat an einer Universität, die von der obersten Parteileitung unbeachtet blieb. Sollte ich also-nur um mein Denken und die wissenschaftliche Erziehung bemüht, wissender gewesen sein als der ganz in der »Politik« sich bewegende Theodor Heuß?16
»Sprache«:
»letzten Endes«, »restlos«, »darüberhinaus«, »einmal mehr«...
DieMittlermüssenalles, womit sie sich abgeben, zuvor ins Mittelmäßige herabziehen. Dadurch gewinnen sie jedoch das öffentliche Ansehen und werden für die Schöpferischen gehalten.
Zukunft—Seit wann denkt man bei uns die Zukunft als das Auf uns Zukommende und nicht mehr als das »Noch nicht...«.Denkt man anders oder redet man nur anders?
16 [Am 23. März 1933 stimmte der Reichstagsabgeordnete der Deutschen Staatspartei und spätere Bundespriisident (1949-1939) Theodor Heuss mit vier anderen Mitgliedern seiner Partei für das Ermächtigungsgesetz, mit, dem der Reichskanzler Adolf Hitler sich seine Alleinherrschaft sicherte.]