ontologische Differenz] — Aus dem Gewirr des vergeblichen Versuchs, das Verhältnis von »Zeit und Sein« zu bestimmen, wurde der Hinblick auf die ontologische Differenz übernommen und als fragwürdiger Sachverhalt erstmals am Schluß der Vorlesung des SS 1927 im § 16 mitgeteilt; deutlicher dann: im Jahr darauf in der Vorbereitung des Beitrags zur Husserl-Festschrift 1929.4
Was verbirgt sich in dem formalen Titel »ontologische Differenz«?
Was bedeutet die Verlegung der Frage nach dem »Sinn von Sein« (d.h. von Anwesenheit) auf die Frage nach der ontologischen Differenz? Wonach ist jetzt gefragt?
vgl. Vorläufiges I, II, III und [|], und Identität und Differenz, S. 43
Die Seinsfrage — vermutlich wurde die Seinsfrage — wie sie seit »Sein und Zeit« zu fragen versucht wird — als Frage nach der »Ontologischen Differenz« — bislang noch nie gefragt — und demgemäß der entsprechende Sinn von »Ontologie« noch nie gedacht. Am Titel »Ontologie« liegt nichts — die Seinsfrage — steht in der Gefahr, »das Sein« für sich zu denken, vorzustellen und es — das so Genannte nicht zu nennen, sondern zu verstellen. Das »Sein selbst« als Sein des Seienden — als Differenz. Die Fragegegend der Seinsfrage —
Im Bedenken der ontologischen Differenz gelangt die in »Sein und Zeit« zu dürftig angesetzte Seinsfrage vorerst in ihr Fragwürdiges.
Sein — kein Thema der Sprachanalyse, vollends nicht bei der instrumentalen Vorstellung von der Sprache.
Das grenzenlose ungesprochene »ist«-Sagen in der Sprache.
4 [Heidegger:Vorn Wesen des Grundes. In: Ders.: Wegmarken. GA9. A.a.O., S.125-175.]