Was so heißt, verweist unser Denken in den Bereich, den zu sagen die Leitworte der Metaphysik, Sein und Seiendes, Grund - Gegründetes, nicht mehr genügen. Denn was diese Worte nennen, was die von ihnen geleitete Denkweise vorstellt, stammt als das Différente aus der Differenz. Deren Herkunft läßt sich nicht mehr im Gesichtskreis der Metaphysik denken.(126)
Der Einblick in die onto-theologische Verfassung der Metaphysik zeigt einen möglichen Weg, die Frage: Wie(127) kommt der Gott in die Philosophie? aus dem Wesen der Metaphysik zu beantworten.
Iter Gott kommt in die Philosophie durch den Austrag, den wir zunächst als den Vorort des Wesens der Differenz von Sein und Seiendem denken. Die Differenz macht den Grundriß im Bau des Wesens der Metaphysik aus. Der Austrag ergibt und vergibt das Sein als her-vor-bringenden Grund, welcher Grund selbst aus dem von ihm Begründeten her der ihm gemäßen Begründung, d. h. der Verursachung durch die ursprünglichste Sache bedarf. Dies ist die Ursache als die Causa sui. So lautet der sachgerechte Name für den Gott in der Philosophie. Zu diesem Gott kann der Mensch weder beten, noch kann er ihm opfern. Vor der Causa sui kann der Mensch weder aus Scheu ins Knie fallen, noch kann er vor diesem Gott musizieren und tanzen.
Demgemäß ist das gott-lose Denken, das den Gott der Philosophie, den Gott als Causa sui preisgeben muß(128)((128))", dem gött lichen Gott vielleicht näher. Dies sagt hier nur: Es ist freier(129) für ihn, als es die Onto-Theo-Logik wahrhaben möchte.
Durch diese Bemerkung mag ein geringes Licht auf den Weg(130)
(126) Nicht mehr: fragen nach ihrer Herkunft — dies auf dem Holzweg; sondern: fahren lassen die Differenz und Transzendenz
sicheinlassen auf die »Identität« von Sein und Seiendem
d. b. aber: Identität verwinden in das Ereignis als Befugnis des Ge-Vierts
das Ding —
(127) »Wie?« d.h. 1. auf welche Weise? 2. in welcher Gestalt?
(128)((128)) im dm Schritt zurück aus der Metaphysik in ihr Wesen | unzureichend!
(129) d.h. weiter und bereiter
(130) Weg? ➜ Aufenthalt