letzten, dem dritten Stück anführen und das Mittelstück dieses Triptychons samt dessen Vorbereitimg im ersten Stück hartnäckig überhören. Wieder erscheint in der Dichtung »Abendland« die Elisgestalt, während »Helian« und »Sebastian im Traum« in den spätesten Dichtungen nicht mehr genannt sind. Die Schritte des Fremdlings tönen. Sie sind aus dem »leisen Geist« der uralten Legende des Waldes gestimmt. Im Mittelstück dieser Dichtung ist das Schlußstück schon verwunden, worin die »großen Städte« genannt sind, »steinern aufgebaut / in der Ebene!«. Sie haben schon ihr Schicksal. Es ist ein anderes als jenes, das »am grünenden Hügel« gesprochen wird, wo »Frühlingsgewitter ertönt«, am Hügel, dem ein »gerechtes Maß« eignet (134) und der auch der »Abendhügel« (150) heißt. Man hat von Trakls »innerster Geschichtslosigkeit« gesprochen. Was heißt in diesem Urteil »Geschichte«? Meint der Name nur die »Historie«, d. h. das Vorstellen von Vergangenem, dann ist Trakl geschichtslos. Sein Dichten bedarf nicht der historischen »Gegenstände«. Warum nicht? Weil sein Gedicht im höchsten Sinne geschichtlich ist. Seine Dichtung singt das Geschick des Schlages, der das Menschengeschlecht in sein noch vorbehaltenes Wesen verschlägt, d. h. rettet.
Trakls Dichtung singt den Gesang der Seele, die, »ein Fremdes auf Erden«, erst die Erde als die stillere Heimat des heimkehrenden Geschlechtes erwandert.
Verträumte Romantik abseits der technisch-wirtschaftlichen Welt des modernen Massendaseins? Oder — das klare Wissen des »Wahnsinnigen«, der Anderes sieht und sinnt als die Berichterstatter des Aktuellen, die sich in der Historie des Gegenwärtigen erschöpfen, dessen vorgerechnete Zukunft je nur die Verlängerung des Aktuellen ist, eine Zukunft, die ohne Ankunft eines Geschickes bleibt, das den Menschen erst im Anbeginn seines Wesens angeht?
Die Seele, »ein Fremdes«, sieht der Dichter auf einen Pfad geschickt, der nicht in den Verfall führt, wohl dagegen in den Untergang. Dieser beugt und fügt sich dem gewaltigen Sterben,