L Das ist genug; auch, dann noch, wenn unser Sagen nur ein Nachsagen der gehörten Antwort ist...


F wenn nichts daran Hegt, ob einer zuerst und wer zu solchem Nachsagen gelangt, zumal er oft nicht weiß, wem er seine Sage nachsagt.


G Wir wollen daher nicht darüber streiten, wer den Namen »Gelassenheit« zuerst ins Gespräch warf; wir wollen nur bedenken, was dies ist, was wir so benennen.


F Es ist, von meiner erwähnten Erfahrung her gesprochen, das Warten.


L Also nicht etwas Namenloses, sondern ein schon Benanntes. Was ist dies Warten?


F Insofern es auf das Offene sich bezieht und das Offene die Gegnet ist, können wir sagen, das Warten sei ein Verhältnis zur Gegnet.


L Vielleicht sogar das Verhältnis zur Gegnet, insofern das Warten sich, auf die Gegnet einläßt und, im Sicheinlassen auf sie, die Gegnet rein walten läßt als Gegnet.


G Ein Verhältnis zu etwas wäre somit dann das wahre Verhältnis, wenn es von dem, wozu es sich verhält, in seinem eigenen Wesen gehalten wird.


L Das Verhältnis zur Gegnet ist das Warten. Und Warten heißt: auf das Offene der Gegnet sich einlassen.


G Also : in die Gegnet eingehen.


F Das hört sich an, als seien wir zuvor außerhalb der Gegnet gewesen.



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