πόρος bedeutet ursprünglich den Durchgang durch den Fluß an einer flachen Stelle, απορία: das Betrachten der Welt kommt nicht durch, findet keinen Weg. Milden zunächst bekannten αίτια, mit den verfügbaren Erklärungsmitteln, kommt man nicht durch. Der Weg des erklärenden Durchlaufens ist versperrt. Wie die Sache eigentlich aussieht, ist, so wie sie sich zunächst zeigt, verstellt. Hier ist zu beachten, wie die απορία ganz dem Sinn des ἀληθεύειν und derselben Auffassung des Daseins entspricht, die wir bereits kennengelernt haben: das Seiende der Welt ist zunächst verschlossen, und das Dasein kommt nicht durch. In diesem Sinne des ἀληθεύειν, dessen nächste Vollzugsform der λόγος ist, entspricht sich
| άπορεϊν | λέγειν | |||||
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| απορία | λόγος | |||||
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| άπορούμενον | λεγόμενον |
Dieses ἀπορεῖν, wenn es ausdrücklich vollzogen wird, deutet darauf hin, daß man die Sache, bei der man nicht durchkommt, nicht weiß. ὁ δ' άπορων οίετσι άγνοεϊν (vgl. 982b17 sq). »Derjenige, der nicht durchkommt und keinen Ausgang findet« und feststellt, daß ihm die Sache verschlossen ist, »ist der Überzeugung, daß er mit der Sache noch nicht eigentlich vertraut ist«, sie noch nicht weiß. Sofern er sich aber gerade in dieser Uberzeugung beim Nicht-Durchkommen durchsichtig wird, dergestalt, daß er das διαποεῖν fortsetzt und Versuche macht, durchzudringen, liegt in solchem ἀπορεῖν und διαπορεϊν, Durchkommenwollen, ein ψεύγειν τήν άγνοιαν und ein διώκει ν τό έπίστασθαι διά τό εἰδέναι: ώστ' είπερ δια τό φεύγειν τήν άγνοιαν έφιλοαόφησαν, φανερόν 6τι διά τό εἰδέναι τό έπίοταοθαι έδίωκον καὶ ού χρήσεως τίνος Ενεκεν (b19 sqq). Derjenige, der das ἀπορεῖν und διαποεῖν fortsetzt und durchzukommen versucht,