τής vöv θεωρίας (a5 sqq). Dagegen ist der λόγος άποφαντικός Gegenstand der jetzigen Untersuchung.
Wir haben gesehen, daß Aristoteles sagt: Der λόγος, Rede, ist dadurch άποφαντικός, sehenlassend, daß in ihm das Aufdecken, ἀληθεύειν, vorhanden ist. Man hat in der traditionellen Logik gerade mit Berufung auf diese Analyse sich zu einem Grundmißverständnis verleiten lassen, sofern man meinte, Aristoteles habe gesagt, der eigentliche Träger der Wahrheit sei das Urteil. Sofern man nun bei näherem Studium Untersuchungen begegnete, wo von einem Wahrsein die Rede ist und doch nicht vom Urteil, sagte man, Aristoteles befinde sich hinsichtlich seines Wahrheitsbegriffes im Widerspruch.
Wir wollen von dem, was wir uns klar gemacht haben, zu einem grundsätzlichen Verständnis des Verhältnisses von λόγος und ἀλήθεια kommen. Schon hier wird deutlich, daß Aristoteles zunächst überhaupt nicht vom Urteil spricht, sondern von der Rede, und daß die Rede nur dann aufzeigend, άποφαντικός, ist, wenn in ihr das ἀληθεύειν, das Wahrsein, vorkommt. Die Rede ist nicht der primäre und einzige Träger des ἀληθές; sie ist so etwas, in dem das ἀληθές vorkommen kann, aber nicht vorkommen muß. Der λόγος ist nicht die Stätte, in der das ἀληθεύειν zu Hause, bodenständig ist
β) Der Abweis des λόγος als eigentlicher Stätte der Wahrheit. Das νοεῖν als ἀληθεύειν ohne λόγος. Der λόγος άποφαντικός als
Stätte des ψεῦδος.
Die synthetische Struktur des λόγος άποφαντικός als Bedingung
des ψεύδος
Der λόγος, sofern er die'Struktur des άποφαϊνεσθαι, des »etwas als etwas« hat, ist so wenig die Stätte der Wahrheit, daß er vielmehr umgekehrt die eigentliche Bedingung der Möglichkeit dafür ist, daß es Falschheit gibt. Weil nämlich dieser λόγος ein solches Aufzeigen ist, daß er das, worüber er spricht, sehen läßt ah etwas, besteht die Möglichkeit, daß es durch das »als« ver-