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§ 33. Der Sinn der bisherigen Vorbereitung

- so etwas gibt es nicht -. sondern das Entscheidende liegt immer wieder in der Auseinandersetzung mit den Sachen, über die gesprochen wird. Solange wir uns nicht auf den Weg machen, je nach der Möglichkeit der Ausbildung eines Verstehens das, worüber geredet wird, an den Sachen selbst uns auszuweisen und klarzulegen, solange ist an das Verständnis der platonischen und aristotelischen Philosophie und überhaupt einer Philosophie nicht zu denken.

Faßt man die Aufgabe der Interpretation so, so weiß man ohne weiteres auch ohne Geschichte der Philosophie, daß es eine Kontinuität des radikalen Fragens und Forschens gibt, - eine Kontinuität, die sich im Aspekt dessen, was man von philosophischen Richtungen, Problemen, Systemen, Werken, Personen in der Philosophiegeschichte kennt, nicht im mindesten zeigt, sondern die hinter all dem liegt und nicht Gegenstand dieser Betrachtung sein kann. Die Vergangenheit in diesem Sinne wird nur lebendig, wenn wir verstanden haben, daß wir sie selbst sind. Wir sind im Sinne unserer geistigen Existenz, der Philosoph sowohl wie der Allgemeinwissenschaftler, was wir waren, wir werden das sein, was wir von dem, was wir waren, aneignen und verwalten, und wie wir das tun. Von diesen einfachen Zeitverhältnissen her, den Zeitverhältnissen der menschlichen und insbesondere der geistigen Existenz, sieht man den eigentlichen Sinn wirklicher Forschung als Auseinandersetzung mit der Geschichte, die nur dann existent wird, wenn je eine Forschung geschichtlich ist, d.h. versteht, daß sie selbst die Geschichte ist. Nur so gibt es die Möglichkeit des Historischen'. Es bedarf dann zur Rechtfertigung einer solchen Forschung nicht der Berufung auf überzeitliche und ewige Werte und dergleichen. Das Gesagte soll andeuten, daß Sie bei der Interpretation mehr noch als bei den bisherigen Überlegungen, die ja mehr den Sinn hatten, das spezifisch Griechisehe


1 So in der Hs. Heideggers.