INHALT


Nachruf auf Paul Natorp1

VORBETRACHTUNG


§ 1. Die Notwendigkeit einer doppelten Vorbereitung der Interpretation platonischer Dialoge 7
a) Philosophisch-phänomenologische Vorbereitung Methode und Absicht der Phänomenologie 8
Methode und Absicht der Phänomenologie
b) Historisch-hermeneutische Vorbereitung10
Der Grundsatz der Hermeneutik : Vom Hellen ms Dunkle. Von Aristoteles zu Plato
c) Erste Anzeige des Themas des »Sophistes«12
Der Sophist. Der Philosoph. Das Sein des Seienden
§ 2. Orientierung über Platos »Sophistes« im Ausgang von Aristoteles 13
a) Das Thema : Das Sein des Seienden13
b) Die Zugangsart : Erkenntnis und Wahrheit- ἀλήθεια14
§ 3. Erste Charakteristik der ἀλήθεια 15
a) Die Bedeutung des Wortes ἀλήθεια, ἀλήθεια und Dasein15
b) ἀλήθεια und Sprache (λόγος)17
Die ἀλήθεια als Seinsweise des Menschen (ζῷον λόγον ἔχον) bzw. als Weise des Lebens (ψυχή)

EINLEITENDER TEIL


Die Gewinnung der ἀλήθεια aU des Rodens
der platonischen Seinsforschung
Interpretationen zu Aristoteles
»Nikomachische Ethik« Buch VI und X, Kapitel 6-8
»Metaphysik» Buch I, Kapitel I 2


Erstes Kapitel
Die vorbereitende Übersicht über die Weisen des ἀληθεύειν (ἐπιστήμη, τέχνη, φρόνησις. σοφία, νοῦς) (Eth. Nic. VI. 2 6)


4. Die Bedeutung des ἀληθεύειν bei Aristoteles für die platonische Seinsforschung 21
a) Die fünf Weisen des ἀληθεύειν. (Eth. Nic. VI, 3) 21
Das ἀληθεύειν als Boden der Seinsforschung. Die ἀλήθεια als Seinsbestimmung des Daseins (αληθεύει ή ψυχή)
b) Die Geschichte des Wahrheitsbegriffs24
§ 5. Die erste Gliederung der fünf Weisen des ἀληθεύειν (Eth. Nic. VI, 2) 28
a) Die beiden Grundarten des λόγον ἔχον: ἐπιστημονικόν und λογιστικόν 28
b) Aufgabe und erster Aufriß der Untersuchung30
§ 6. Die Wesensbestimmung der ἐπιστήμη (Eth. Nic. VI, 3) 31
a) Der Gegenstand der ἐπιστήμη : das Immerseiende (ἀίδιον).31
Die ἐπιστήμη als ἕξις des Αληθεύειν. Die Interpretation des Seins aus der Zeit (ἀίδιον, ἀεί, αἰών)
b) Die Stellung der ἀρχή in der ἐπιστήμη. (Eth. Nic. VI, 3; An. Post. 1,1) 35
Die Lehrbarkeit der ἐπιστήμη, ἀπόδειξις und επαγωγή. Die Voraussetzung der ἀρχή
c) πρᾶξις und ποίησις als nächste Vollzugsweisen des ἀληθεύειν. Die ἐπιστήμη als eigenständige »πρᾶξις« des αλήθευαν 38
§ 7. Die Analyse der τέχνη (Eth. Nic. VI, 4) 40
a) Der Gegenstand der τέχνη : das Sein-Werdende (έσόμενον)40
b) Die Stellung der ἀρχή in der τέχνη. (Eth. Nic. VI, 4. Met. VII, 7) 40
Das zweifache Verhältnis der τέχνη zu ihrer ἀρχή. εἶδος und ϊργον. Der παρά-Charakter des Εργον
c) Das εἶδος als ἀρχή der κίνησις der τέχνη im Ganzen. (Met. VII, 7) 44
νόησις und ποίησις. Die τέχνη als Boden der Auslegung des Seins durch das εἶδος
8. Die Analyse der φρόνησις (Eth. Nic. VI, 5) 48
a) Der Gegenstand der φρόνησις : das Dasein selbst 48
Die Bestimmung des τέλος der φρόνησις in der Abgrenzung gegen das τέλος der τέχνη. Sein Verhältnis zum ἀληθεύειν : vorgängige Identität in der φρόνησις; Verschiedenheit (παρά) in der τέχνη
b) Die φρόνησις als ά-ληθεύειν51
ἡδονή und λύπη. σωφροσύνη. Die φρόνησις als Kampf gegen die im Dasein liegende Verdeckungstendenz seiner selbst. Die φρόνησις als un-eigenständiges ἀληθεύειν im Dienste der πρᾶξις
c) Die Abgrenzung der φρόνησις gegen τέχνη und ἐπιστήμη53
Die φρόνησις als Αρετή. Die ρρόνησις als »unvergeßliches« Gewissen. - Die σοφία als αρετή τέχνης
§ 9. Die Analyse der σοφία (Eth. Nic. VI, 6-7) 57
a) Das dia-noetische Verhältnis von ἐπιστήμη, φρόνησις und σοφία zu den ἀρχαί (Eth. Nic. VI, 6) 57
b) Der νοῦς als ἀληθεύειν der ἀρχαί. (Eth. Nie VI, 7)58
Die σοφία als νοῦς καὶ ἐπιστήμη
c) Der weitere Aufrifl der Untersuchung60
φρόνησις und σοφία als höchste Weisen des ἀληθεύειν. Der Vorrang der σοφία. Sein Ursprung im natürlichen griechischen Daseinsverständnis. Die Phänomenologie des Daseins als Methode der Untersuchung, θεωρία : Worterklärung und Begriffsgeschichte

Zweites Kapitel
Die Genesis der σοφία innerhalb des natürlichen Daseins der Griechen (αἴσθησις, ἐμπειρία, τέχνη, ἐπιστήμη, σοφία) (Met. I, 1-2)


§ 10. Einführende Charakteristik der Untersuchung 65
Ihr Leitfaden : das Sich-Aussprechen des Daseins selbst. Ihr Gang : die fünf Stufen des εΐδέναι. Ihr Ziel : die σοφία als μάλιστα ἀληθεύειν
§ 11. Die ersten drei Stufen des εἰδέναι : αἴσθησις-ἐμπειρία-τέχνη (Met. Ι, 1) 69
a) αἴσθησις69
Der Vorrang des ὁρᾶν. Das ἀκούειν als Bedingung des Lernens, μνήμη und φρόνησις
b) ἐμπειρία71
Der Verweisungszusammenhang : Sobald dann. Sein Zeitcharakter
c) τέχνη74
Die Modifikationen des Verweisungszusammenhangs. Die Heraushebung des εἶδος. Wenn so. Weil-deshalb, τέχνη und ἐμπειρία, καθόλου und καθ' ἕκαστον
§ 12. Exkurs : καθόλου und καθ' ἕκαστον. Der Weg der Philosophie (insbes. : Met. V, 26; Top. VI, 4; Phys. I, 1) 78
a) Die mehrfachen Bedeutungen des ὅλον. Das καθόλου als ὅλον λεγόμενον (Met. V, 26) 79
b) Die Zugangsart als distingens von καθ' ἕκαστον und καθόλου 82
αἴσθησις und λόγος, πρὸς ἡμᾶς γνωριμώτερον und ἀπλῶς γνωριμώτερον. Der Weg der Philosophie (gemaü Top. VI, 4 und Met VII, 3): Vom καθ' εκαοτον zum καθόλου
c) Der Weg der Philosophie. (Phys. Ι, 1)86
Vom καθόλου zum καθ' ἕκαστον. Auflösung des vermeintlichen Widerspruchs von Top. VI, 4 und Phys. I, 1
§ 13. Fortsetzung : τέχνη und ἐπιστήμη. (Met. 1,1) 91
Die in der τέχνη liegende Tendenz auf »eigenständige« ἐπιστήμη. Die weitere Entwicklung der ἐπιστήμη
§ 14. Σοφία (Met. I, 2) 94
Die vier Wesensmomente der σοφία (πάντα, χαλεπώτατα, ἀκριβέστατα, αὐτῆς ἕνεκεν). Erklärende Rückführung der ersten drei Wesensmomente auf das μάλιστα καθόλου
§ 15. Exkurs : Allgemeine Orientierung über das Wesen der Mathematik gemäß Aristoteles 100
a) Grundsätzliches Uber die Mathematik Uberhaupt. (Phys. II, 2) 100
Das χωρίζειν als Grundakt der Mathematik. Kritik des χωρισμός in der Ideenlehre Platos
b) Der Unterschied von Geometrie und Arithmetik 103
Die zunehmende »Abstraktion« vom φύσει ὄν : στιγμή - οὐσία θετός; μονάς = οὐσία ἄθετος
α) τόπος und θέσις (gemäß Phys. V, 1-5) 105
Die absolute Bestimmtheit (φύσει) des τόπος; die relative Bestimmtheit (πρὸς ἡμᾶς) der θέσις. Das Wesen des τόπος: Grenze (πέρας) und Möglichkeit (δύναμις) des eigentlichen Seins eines Seienden
ß) Die Genesis von Geometrie und Arithmetik im Ausgang vom τόπος 109
Die Gewinnung der geometrischen Gegenstände durch die Heraushebung der πέρατα (τόπος) der φύσει ὄντα. Ihre Lagebestimmtheit (θέσις). Analysis situs. μονάς : οὐσία ἄθετος
γ) Die Zusammenhangsstruktur der Mannigfaltigen in Geometrie und Arithmetik; συνεχές und ἐφεξῆς 112
αα) Die Phänomene des Miteinanderseins der φύσει ὄντα (Phys. V, 3) 113
ββ) Die Zusammenhangsstrukturen des Geometrischen und Arithmetischen : συνεχές und ἐφεξῆς 116
γγ) Konsequenzen für die Zusammennähme des Mannigfaltigen in Geometrie und Arithmetik (Cat. 6) 118
§ 16. Fortsetzung : σοφία. (Met I, 2; 1. Teil) 121
Das vierte Wesensmoment der σοφία : die Eigenständigkeit des ἀληθεύειν (ἑαυτῆς ἕνεκεν. μὴ πρὸς χρῆσιν)
a) Das Thema der σοφία 122
Das ἀγαθόν als τέλος und letztes ού ἕνεκα; als αἴτιον und ἀρχή: als Gegenstand des reinen θεωρεῖν
b) Der Ursprung der σοφία aus dem Dasein selbst 125
θαυμάζειν und ἀπορεῖν als Ursprung der Philosophie. Die im Dasein selbst liegende Tendenz auf das reine θεωρεῖν
§ 17. Zusammenfassung : Die Weisen des ἀληθεύειν als Modifikationen des sich orientierenden Daseins 129

Draus Kapitel
Die Frage nach dem Vorrang der φρόνησις oder der σοφία als der höchsten Weisen des ἀληθεύειν (Met. I, 2; 2 Teil; Eth. Nic. VI, 7-10; X, 6-7)


§ 18. Die Göttlichkeit der σοφία und die Fraglichkeit der σοφία als Möglichkeit des Menschen. (Met. I, 2; 2. Teil) 132
Die σοφία als ständiges Sein beim ἀεί. Das menschliche Dasein als »Knecht« (δούλη) der αναγκαία und ἄλλως ἔχοντα. Der Vorrang der σοφία im Hinblick auf das Αληθευειν
§ 19. Die φρόνησις als eigentliche Möglichkeit des Menschen und der Abweis der φρόνησις als »σοφ(α«. (Eth. Nic. VI, 7; 2. Teil) 135
Der Ernst der φρόνησις. Das ἀκρότατον ἀγαθόν ἀνθρώπινον als Gegenstand der φρόνησις. Dits ἄριστον ἐν τῷ κόσμῳ als Gegenstand der σοφία. Verzeichnung der ontologischen Überlegenheit als Kriterium des Vorrangs der σοφία
§ 20. Radikalere Fassung der φρόνησις (Eth. Nic. VI, 8-9) 138
a) Die φρόνησις als πρακτική ἕξις (Eth. Nic. VI, 8)138
b) Die Entstehungsart von φρόνησις und ἐπιστήμη. (Eth. Nic. VI, 9) 140
φρόνησις: ἐξ ἐμπειρίας (Lebenserfahrung). Mathematik : δι' ἀφαιρέσεως
§ 21. Exposition der weiteren Aufgabe .- Das Verhältnis von φρόνησις und σοφία zu den Αρχαί 142
σοφία : νοῦς καὶ ἐπιστήμη. Die Aufgabe der Klärung des βουλεύεσθαι ab Vollzugsart der φρόνησις
§ 22. Die εὐβουλία als Vollzugsart der φρόνησις (Eth. Nic. VI, 10) 144
a) Die Struktur des βουλεύεσθαι146
α) Strukturanalyse der Handlung 146
Die konstitutiven Momente der Handlung. Ἀρχή und τέλος der Handlung, εὐπραξία und εὐβουλία
ß) Die εὐβουλία als eigentliche φρόνησις 149
Die Richtigkeit (ὀρθότης) der εὐβουλία. Der Entschluß (βουλή). Das βουλεύεσθαι als συλλογίζεσθαι. Der ορθός λόγος
b) Abgrenzung der εὐβουλία gegen andere Weisen des ἀληθεύειν151
Wissen (ἐπιστήμη), Treffsicherheit (εὐστοχία), Geistesgegenwart (Αγχίνοια), Ansicht (δόξα)
c) Die ὀρθότης der εὐβουλία154
Das durchgängige Gerichteusein auf das ἀγαθόν
§ 23. φρόνησις und νοῦς(Eth. Nic. VI, 12) 157
a) Der νοῦςin σοφία und φρόνησις 157
Die doppelte Richtung des νοῦς. σοφία : νοῦς→ πρώτα; φρόνησις: νοῦς→ ἔσχατα. Der praktische Syllogismus. Der praktische νοῦςals αἴσθησις
b) Praktischer νοῦςund αἴσθησις. (Eth. Nic. VI, 9; 111,5) 160
Die αἴσθησις als Erfassung der ἔσχατα. Vergleich mit der ἀνάλυσις in der Geometrie Weisen der αἴσθησις. Geometrische und praktische αἴσθησις
c) φρόνησις und σοφία als einander entgegengesetzte höchste Weisen des ἀληθεύειν (= νοῦς) 163
ἀεί und Augen-blick. - Ausblick : νοῦς und διαλέγεσθαι. Aristoteles und Plato
§ 24. Die Entscheidung der Frage des Vorrangs von φρόνησις oder σοφία zugunsten der σοφία (Eth. Nic. VI, 13) 165
a) Die Schwierigkeit der Entscheidung : Vorzüge und Mängel bei φρόνησις und σοφία 165
Die Frage des Bezugs auf das menschliche Dasein. Eigenständigkeit und Uneigenständigkeit des ἀληθεύειν
b) Die Kriterien der Entscheidung 168
Der Rang des ἀληθεύειν als solchen. Die Eigenständigkeit der »Leistung« (ποιεῖν); die σοφία als ὐγίεια der ψυχή. Der ontologische Vorrang gemäß dem griechischen Seinsbegriff
§ 25. Der Vorrang der σοφία aus dem Hinblick auf die εὐδαιμονία (Eth. Nic. X. 6 7) 172
a) Die Idee der εὐδαιμονία. (Eth. Nic. X, 6) 172
Der ontologische Sinn der εὐδαιμονία als vollendetes Sein der ψυχή
b) Die Strukturmomente der εὐδαιμονία und ihre Erfüllung durch das θεωρεῖν der σοφία (νοῦς) (Eth. Nic. X, 7) 174
§ 26. Reichweite und Grenze des λόγος 179
a) λόγος und νοῦς 179
νοεῖν und διανοεῖν. Das Erfassen der πρῶτα und ἔσχατα durch das νοεῖν
b) λόγος und ἀλήθεια 181
α) λόγος σημαντικός (Rede) und λόγος ἀποφαντικός (»Urteil«) (De Int. cap. 4; De An. II, 8) 181
ß) Der Abweis des λόγος als eigentlicher Stätte der Wahrheit 182
Das νοεῖν als ἀληθεύειν ohne λόγος. Der λόγος ἀποφαντικός als Stätte des ψεῦδος. Die synthetische
Struktur des λόγος ἀποφαντικός als Bedingung des ψεῦδος
γ) Kritik der traditionellen Urteilslehre 184
σύνθεσις und διαίρεσις als Grundstrukturen des λόγος ἀποφαντικός überhaupt
δ) Das ἀληθές als Begegnischarakter des Seins (Met. VI, 2 und 4) 186


Platon: Sophistes (GA 19) [GA App]

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