ß) Der Sinn der Begegnisstruktur von Welt als Bedeutsamkeit
Wollen wir nun über die Struktur der Weltlichkeit der Umwelt in der Richtung der Verweisungszusammenhänge noch mehr ins klare kommen, soweit das auf der jetzigen Stufe der Betrachtung möglich ist, dann ist offenbar das Phänomen der Verweisung näher zu charakterisieren. Der Titel ›Verweisung‹meint einen formalen Begriff, d. h. es gibt je entformalisiert verschiedenen Sinn von Verweisung. Die Verweisung, die wir im Auge haben als Begegnisstrukturmoment der Welt, bezeichnen wir nun genauer als ›bedeuten‹. Die so bestimmte Begegnisstruktur in Verweisungen als bedeuten nennen wir die >Bedeutsamkeit‹.
Sofern wir Bedeutsamkeit formal durch Verweisung anzeigen, ist damit ein Mißverständnis abgewehrt, dem dieser Ausdruck immer wieder leicht unterliegt, als sollte mit diesem Titel ›Bedeutsamkeit‹ so etwas gesagt werden wie: Die Umweltdinge, deren Sein in der Bedeutsamkeit liegen soll, seien nicht nur Naturdinge, sondern hätten auch eine Bedeutung, sie hätten einen gewissen Rang und Wert. In der natürlichen Rede wird mit ›bedeuten‹ und ›Bedeutsamkeit‹ in der Tat so etwas verstanden, und vielleicht kehrt auch von diesem Sinne etwas im terminologischen Sinne des Ausdrucks wieder. Nur ist die Frage, ob das genannte Phänomen mit der Interpretation einer mit Wertprädikaten behafteten Naturdinglichkeit getroffen oder nicht eben verstellt ist. Es ist die Frage, ob überhaupt was man mit Wert bezeichnet, ein ursprüngliches Phänomen ist oder nicht vielleicht etwas, was wiederum nur unter Voraussetzung derjenigen Ontologie erwachsen ist, die wir als eine spezifische Naturontologie bezeichnen, unter der Vorannahme, daß die Dinge zunächst Naturdinge sind und dann so etwas wie Wert haben — Wert also ontologisch genommen in einer spezifischen Rückweisung auf Naturdinglichkeit. Vielleicht ist es unumgänglich, Werte dann als Werte