gerade zwischendurch fällt und nicht zu greifen ist. Das ist in der Tat der Fall.
Dazu kommt noch ein anderes. Es trat schon mehr oder minder deutlich heraus, daß Philosophieren als ausdrückliches Transzendieren einen besonderen Bezug zu der einen Grundform der Weltanschauung als Haltung hat, mithin zu einer bestimmten Möglichkeit, was freilich nicht aus-, sondern einschließt, daß auch ein wesentlicher Bezug zur Weltanschauung als Bergung vorliegt. Aber schon dadurch ist die allgemeine Frage nach dem Verhältnis von Philosophie und Weltanschauung verwickelter. Allgemein ist nur zu sagen: Philosophie und Weltanschauung betreffen beide die Transzendenz, das In-der-Welt-sein; aber wie, das ist die Frage.
b) Philosophie ist Weltanschauung als Haltung in einem ausgezeichneten Sinne
Wir wollen zunächst in einer Richtung die Antwort vorwegnehmen, indem wir sagen: Weltanschauung, und zwar als Haltung, ist »Voraussetzung« der Philosophie. Doch was heißt hier »Voraussetzung«? In-der-Welt-sein als Haltung muß geschehen, wenn Philosophieren soll sein können. Mit dem Geschehen der Weltanschauung als Haltung ist auch schon das Philosophieren erwacht. Philosophie ist schon, von Grund aus, Weltanschauung, und zwar notwendig in der Weise der Haltung, was einen bestimmten Bezug zur Bergung einschließt. Philosophie »ist« Weltanschauung. Weil Philosophie wesensnotwendig in dieser noch zu bestimmenden Weise Weltanschauung ist, deshalb kann es nicht Aufgabe und Ziel der Philosophie sein, eine Weltanschauung auszubilden und dieses so befestigte Gebäude als eine Wohnung für jedermann auszugeben und zu beanspruchen.
Philosophie ist Weltanschauung als Haltung und das in einem ausgezeichneten Sinne. Die Griechen haben für Haltung den Ausdruck ήθος — gerade deshalb ist sie aber nicht Verkündigung einer Ethik. Doch wenn Philosophie weder Wissenschaft