aus dem Grunde. Dieser Einsprang des Philosophierens in die Transzendenz aus dem Grunde ist aber notwendig der Einsprang in die eigene Geschichtlichkeit. Je geschichtlicher und ursprünglicher das philosophierende Dasein seine konkrete Transzendenz gewinnt, umso wesentlicher wird es. Das ist es an der Philosophie, was der vulgäre Verstand — und wenn er gar noch Philosophie zur Wissenschaft degradiert — am wenigsten begreift, daß mit der Ausbildung der höchsten und allgemeinsten Probleme wie Sein und Welt notwendig zusammengehen soll der Einsprang in die konkrete geschichtliche Lage.
In eins aber geht der Einsprang in die Leidenschaft des Begriffes, der Konstruktion der Transzendenz, Ursprünglichkeit und Strenge der Erkenntnis, wie sie Wissenschaft nie haben kann. Für die Wissenschaft der Philosophie kämpfen, heißt nicht nur sich selbst als vermeintlichen Philosophen mißverstehen, sondern die Philosophie selbst degradieren, damit aber das Dasein selbst um eine seiner höchsten Möglichkeiten berauben und an deren Stelle ein Hirngespinst setzen.
Daß wir diesen Wesenscharakter der Philosophie so wenig begreifen, hängt nicht nur daran, daß die Problematik von Sein und Welt nicht hinreichend geklärt ist, sondern daß wir nicht sehen, daß es sich hier bei dieser Frage ganz und gar nicht um eine private und persönliche Angelegenheit der Philosophen handelt, sondern um nichts Geringeres als um das Problem der Wahrheit der Philosophie.
Es ist aber einleuchtend, daß dieses Problem erst konkret erwachsen kann aus dem Seins- und Weltproblem in ihrer Einheit. Dieses Problem der Wahrheit aber ist das Wahrheitsproblem im Ganzen, d.h. die Frage der Wesenszugehörigkeit von Wahrheit zur Transzendenz. (Erst auf dem Grande dieses ursprünglichen Wahrheitsproblems stellt sich die Frage nach wissenschaftlicher Wahrheit und wird eine philosophische Auslegung der Wissenschaft möglich).
Das Wahrheitsproblem in dieser ursprünglichen Weite sollte uns auf dem dritten Wege erwachsen. Was gemeinhin als Logik