Bedeutung? Eine merkwürdige Geschichte eines merkwürdigen Wortes treffen wir da an. 2. Wir können durch die bloße Wortbedeutung hindurch zu dem vordringen, was als Metaphysik definiert wird. Wir lernen eine Disziplin der Philosophie kennen. 3. Wir können schließlich durch diese Definition hindurch-stoßen zu der darin genannten Sache selbst.
Das ist eine klare und belehrende Aufgabe. Nur erfahren wir mit all dem nicht, was Metaphysik selbst ist, wenn wir es nicht schon zuvor wissen. Ohne dieses Wissen aber bleiben alle Berichte der Geschichte der Philosophie stumm.. Wir lernen Meinungen über die Metaphysik kennen, aber nicht sie selbst. So führt auch dieser zuletzt noch gebliebene Weg in eine Sackgasse. Ja, er birgt die größte Täuschung in sich, weil er immer vortäuscht, aufgrund des historischen Wissens wüßten wir, verständen wir, hätten wir, was wir suchen.
§ 2. Die Bestimmung der Philosophie aus ihr selbst am Leitfaden eines Novalis-Wortes
a) Das Sichentziehen der Metaphysik (des Philosophierens) als des menschlichen Tuns in das Dunkel des Wesens des Menschen
So sind wir zum letzten Mal in all diesen umwegigen Versuchen einer Kennzeichnung der Metaphysik gescheitert. Haben wir dabei nichts gewonnen? Nein und ja. Gewonnen haben wir nicht eine Definition oder dergleichen. Gewonnen haben wir wohl eine wichtige und vielleicht wesentliche Einsicht in das Eigentümliche der Metaphysik: daß wir selbst ihr gegenüber ausweichen, uns von ihr selbst fortschleichen und uns auf Umwege begeben; daß aber keine Wahl bleibt, als uns selbst aufzumachen und der Metaphysik ins Gesicht zu sehen, um sie nicht wieder aus den Augen zu verlieren.
Wie sollen wir aber etwas aus den Augen verlieren, was wir noch gar nicht ins Auge gefaßt haben? Wie soll sich die Metaphysik uns entziehen, wenn wir gar nicht imstande sind,