Schlag wird alles und jedes gleichgültig, alles und jedes rückt in einem zumal in eine Gleichgültigkeit zusammen. Diese Gleichgültigkeit springt nicht erst von einem Ding auf das andere über wie ein Feuer, um es zu verzehren, sondern mit einem Mal ist alles von dieser Gleichgültigkeit umfangen und umhalten. Das Seiende ist — wie wir sagen — im Ganzen gleichgültig geworden, wir selbst als diese Personen nicht ausgenommen. Wir stehen nicht mehr als Subjekte und dergleichen ausgenommen von diesem Seienden diesem gegenüber, sondern finden uns inmitten des Seienden im Ganzen, d. h. im Ganzen dieser Gleichgültigkeit. Das Seiende im Ganzen verschwindet aber nicht, sondern zeigt sich gerade als solches in seiner Gleichgültigkeit. Die Leere besteht hier demgemäß in der Gleichgültigkeit, die im Ganzen das Seiende umfängt.
Bevor wir fragen, wie wir diese Leere näher zu fassen haben und wie dementsprechend die Leergelassenheit zu bestimmen ist, fassen wir die bisherige Interpretation der tiefen Langeweile zusammen. Wir betrachten eine dritte Langeweile, die uns der Tiefe ihres Wesens näherbringen soll, und zwar nicht auf dem Wege, der grundsätzlich möglich sein muß, auf dem einer Konstruktion der Langeweile aus der Zeit, sondern in derselben Weise wie die bisherigen Formen. Von außen nimmt sich das so aus wie ein beliebiges Nebeneinander aufgeraffter Abwandlungen der Langeweile überhaupt. Und doch ergab sich uns schon ein gewisser Index für einen Zusammenhang dieser Formen: ihr Tieferwerden. Wir versuchen nun, gleichsam in derselben Richtung fortschreitend, eine dritte Form zu betrachten, die wir uns festhalten mit der Benennung: ›es ist einem langweilig‹. Es, einem — damit ist schon ausgedrückt, daß hier nicht etwas bestimmtes Langweiliges da ist, aber auch nicht wir selbst in einer bestimmten Verhaltung, wie wir sie in der Alltäglichkeit kennen, in Frage kommen, sondern daß gerade das bekannte Einzelne an uns selbst abfällt, durch die Langeweile selbst zu diesem Abfall gebracht wird. Damit ist schon gesagt, daß wir in dieser Langeweile nicht etwa eine