nur scheinbar verdeckt, vielmehr gerade bezeugt durch die Umtriebe des heutigen Dahintreibens. Denn letztlich ist in all dem Organisieren und Programmbilden und Probieren ein allgemeines sattes Behagen in einer Gefahrlosigkeit. Dieses Behagen im Grunde unseres Daseins, trotz all der vielen Nöte, macht es, daß wir glauben, es nicht mehr nötig zu haben, im Grunde unseres Wesens stark zu sein. Wir mühen uns nur noch um anerziehbare Tüchtigkeiten. Die Gegenwart ist voll von Problemen und Fragen der Pädagogik. Durch Anhäufung der Tüchtigkeiten sind jedoch Kraft und Macht nie zu ersetzen, sondern wenn hiermit etwas erreicht wird, dann ,die Erstickung von all dem.
b) Die im Ausbleiben der Bedrängnis
mitangesagte äußerste Zumutung des Daseins als solchen
(der mitangesagte Augenblick)
als die Hingehaltenheit der bestimmten tiefen Langeweile
Die tiefste, wesenhafte Not im Dasein ist nicht, daß eine bestimmte wirkliche Not uns bedrängt, sondern daß eine wesenhafte Bedrängnis sich versagt, daß wir dieses Sichversagen der Bedrängnis im Ganzen kaum vernehmen und vernehmen können. Und das darum, weil das unhörbar bleibt, was in solChem Versagen sich ansagt. Weil dies überhört wird, deshalb können wir nur noch und nur erst nachfragen. Ebenso aber wie der Leergelassenheit unseres Daseins müssen wir der mit ihr einigen Hingehaltenheit nachfragen, um so erst das volle Fragen nach einer tiefen Langeweile als Grundstimmung unseres Da:seins zu gewinnen.
Alles Versagen hat nur darin seine Schärfe, daß dabei das darin Versagte in aller Härte als solChes mit angesagt, d. h. in seiner Notwendigkeit angesagt und vorgehalten wird. Wenn wir aber heute diese wesentliche Not unseres Daseins, das Ausbleiben der Bedrängnis, nicht verstehen, dann muß das mit daran liegen, daß wir im vorhinein das im Versagen mit An·