§ 55. Befragung der Leistung des Organs
Seinkönnen und damit die Seins art dieser Triebe beschlossen liegt. Für die Triebstruktur gibt es grundsätzlich keine Mathematik, sie ist grundsätzlich nicht mathematisierbar. Die in der Fähigkeit als solcher je liegende Regelung ist daher eine Struktur von triebhaft gestaffelten, sich je vorgreifenden Übergriffen, durch die die Abfolge der Bewegungen vorgezeichnet ist, die entsteht, wenn die Fähigkeit sich ins Spiel setzt. Die Fähigkeit hat – in ihrem spezifischen Sein – in diesem Sichvortreiben immer schon den möglichen Leistungsbereich sich vor-genommen. Bei all dem muß der Gedanke an Bewußtsein und Seelisches ganz femgehalten werden; ebenso der einer »Zweckmäßigkeit«. Andererseits ist sofort auch zu bemerken, daß bisher das Wesen von Fähigkeit und Trieb immer noch nicht bis in die letzten Wesensgründe hinein freigelegt ist – wohl aber so weIt, daß wir versuchen können, die Diensthaftigkeit dessen verständlich zu machen, was wir aufgrund dieser Diensthaftigkeit im Unterschied zur Dienlichkeit des Zeugs ein Organ nennen. Zugleich ist jetzt schon der Horizont für den Rückgang vom Organ zum Organismus geöffnet.
§ 55. Die Befragung der Leistung des in den Dienstgenommenen Organs aus der diensthaften Fähigkeit
Aufgrund ihres Triebcharakters ist die Fähigkeit in sich selbst diensthaft und nicht etwa wie etwas Vorhandenes dienlich zu ... Denn ein Trieb ist nie vorhanden, sondern als treibender wesenhaft unterwegs zu ..., im Hineintreiben zu... sich unterstellend, in sich selbst Dienst und diensthaft. Was demnach eine Fähigkeit als solche entstehen läßt (ein Organ) und in Beziehung zu sich bringt, wird in solchen Dienst gestellt bzw. daraus entlassen – z. B. in der Verkümmerung. Ein Werkzeug kann nicht verkümmern, weil es nie diensthaft ist, weil es nicht die Möglichkeit der Fähigkeit hat, sondern nur