einer Feststellung des Vorhandenseins aus. Gerade die Hingenommenheit vom Futter verwehrt dem Tier, sich dem Futter gegenüberzustellen.
Warum bricht nun aber die Biene das Saugen ab, wenn der Hinterleib nicht weggeschnitten ist? Wir werden sagen: weil sie genug hat. Aber warum hat sie jetzt genug, und warum hat sie nicht genug, wenn ihr der Hinterleib fehlt? Weil dieses Genughaben ausgelöst wird, wenn der Hinterleib nicht fehlt, wenn sie organisch ganz bleibt. Dieses Genughaben kann in ihr nicht ausgelöst werden, wenn der Hinterleib fehlt. Und :was ist dieses Genughaben? Gesättigtsein. Diese Sättigung ist es, die das Treiben hemmt. Man spricht daher von Sättigungshemmung. Wie dieses vor sich geht, ob es ein Reflexvorgang oder ein chemischer Vorgang oder irgend etwas anderes ist, ist strittig. Für uns ist das jetzt auch nicht das Entscheidende. Es gilt nur zu sehen: Sofern die Sättigung den Trieb hemmt, ist sie zwar auf Nahrung bezogen; aber sie ist in sich nie und grundsätzlich nie eine Feststellung des Vorhandenseins von Nahrung oder gar der Menge derselben. Die Sättigung ist eine ganz bestimmte Art des Getriebenseins, d. h. eine bestimmte Hemmung desselben, aber ein Gehemmtsein, das nicht auf das bezogen ist, worauf sich das Treiben als Saugen bezieht. Das Treiben und Benehmen der Biene ist nicht geregelt durch ein Feststellen des Vorhanden-und Nichtvorhandenseins dessen, woran sie ihr Treiben treibt, wozu das Benehmen des Saugens in Beziehung steht. Das heißt: Das Saugen an der Blüte ist nicht ein Sichverhalten zur Blüte als etwas Vorhandenem bzw. Nichtvorhandenem. Wir behaupten: Das Treiben wird eingestellt aufgrund einer Hemmung (Trieb und Enthemmung). Das sagt zugleich: Das Treiben hört nicht einfach auf, sondern die Getriebenheit des Befähigtseins wird umgesteuert in einen anderen Trieb. Das Treiben ist kein feststellendes Sichrichten nach objektiv vorhandenen Dingen, sondern einBenehmen. Das Treiben ist ein Benehmen. Damit wird nicht geleugnet, daß zum Benehmen so etwas