Seienden heißt: Die lebendige Natur hält uns selbst als Menschen in einer ganz spezifischen Weise gefangen, nicht aufgrund eines besonderen Einflusses und Eindruckes, den die lebendige Natur auf uns macht, sondern aus unserem Wesen, ob wir dasselbe in einem ursprünglichen Verhältnis erfahren oder nicht.
Aus dieser ganz rohen Charakteristik der Seinsart der lebendigen Natur sehen wir schon, daß wir künftig uns versagen müssen, vom Ganzen des Seienden so zu sprechen, als wäre es eine Ansammlung von irgendwelchen Bereichen. Demnach stellt die Mannigfaltigkeit der verschiedenen Arten des Seins hinsichtlich ihrer möglichen Einheit ein ganz spezifisches Problem, das überhaupt als Problem nur angefaßt werden kann, wenn wir einen zureichenden Begriff der Welt entwickelt haben.
Die jetzt gegebene Kennzeichnung ist selbst nur erst die rohe Andeutung einer Problemperspektive, die wir kaum ahnen, in die wir uns aber philosophisch überhaupt nur hineinwagen dürfen, wenn wir begriffen haben, daß hierzu eine hinreichende Entfaltung des WeltprobZems und damit des' Problems der Endlichkeit unumgängliche Voraussetzung ist.
§ 67.
Die Frage nach dem Geschehen der Offenbarkeit als Ausgang für die Frage nach der Welt.
Rückgang der Frage nach der Weltbildung und der Welt in die von der Interpretation der tiefen Langeweile aufgeschlossene Richtung
Wir wollen dieses Problem in der Richtung unseres Ansatzes, der drei Thesen, entwickeln, d. h. von dem ausgehen und weiterschreiten, was wir bei der Erörterung der zweiten These erfahren haben. Darnach ist ein Charakter der Welt die Zugänglichkeit von Seiendem, und zwar als solchem. Das Wesen der Welt erschöpft sich nicht in dieser Bestimmung. Ja, es ist