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Thematische Exposition des Weltproblems

von σύμβολον: das Aneinandergehaltensein und zugleich sich als zusammengehörig Erweisen oder, wie wir allgemein sagen: das übereinkommen bei einem Zu-sammen-, Zu-einan-derhalten (Vergleichen).

Nun sagt Aristoteles: Die Rede ist, was sie ist, d. h. sie bildet einen Kreis von Verständlichkeit, wenn eine γένεσις eines σύμβολον ist, wenn ein Zusammengehaltenwerden geschieht, worin zugleich ein Übereinkommen liegt. Rede und Wort ist nur im Geschehen des Symbols, wenn und sofern ein übereinkommen und Zusammenhalten geschieht. Dieses Geschehen ist die Bedingung der Möglichkeit der Rede. Ein solches Geschehen fehlt beim Tier, das zwar Laute hervorbringt. Diese Laute bezeichnen etwas, wie wir sagen, sie geben von etwas Kunde, und doch sind die Verlautbarungen keine Worte, sie haben keine Bedeutung, können nichts zu bedeuten geben. Das ermöglicht nur die Genesis des Symbols, das ganze Geschehen, worin im vorhinein ein Zusammenhalten geschieht, ein Sichzusammenhalten des Menschen mit etwas, dergestalt, daß er mit dem, wom!it er sich zusammenhält, übereinkommen kann in der Weise des Meinens. Der Mensch hält sich, und zwar seinem Wesen nach, mit etwas anderem zusammen, sofern er zu anderem Seienden sich verhält und aufgrund dieses Verhaltens zu anderem dieses andere als solches meinen kann. Sofern Laute innerhalb eines solchen Geschehens erwachsen und für dieses Meinen erwachsen, treten sie in den Dienst von Bedeutungen, die ihnen so gleichsam zukommen. Zusammengehalten wird nur etwas, was als solches in der Verlautbarung gemeint ist und womit es, es einend, übereinkommt. Laute, die aus und für diesen Grundbezug des zusammenhaltenden Obereinkommenlassens erwachsen, sind Worte. Die Worte, die Rede geschieht in und aus solchem übereinkommen mit solchem, was im vorhinein meinbar und als solches faßbar ist, mit solchem, worüber mehrere zugleich miteinander übereinkommen können und müssen, als demjenigen, was in der Rede gemeint sein soll. Weil der


Martin Heidegger (GA 29/30) Die Grundbegriffe der Metaphysik