kurz sagen, das Zurückfragen nach diesem Grunde im Sinne des Ergründens. Ursprungsbetrachtung ist kein Begründen im Sinne des faktischen Beweisens, sondern ein Fragen nach dem Wesensursprung, ein Entspringenlassen aus dem Grunde des Wesens, ein Ergründen im Sinne des Aufweisens des Grundes der Möglichkeit der Struktur im Ganzen. Wir fragen zurück nach dem Grunde der inneren Möglichkeit des λόγος. Wir fragen damit hinein in die Dimension seiner inneren Ermöglichung, seines Wesensursprungs. Diese Ursprungsdimension müssen wir daher im vorhinein schon kennen. Wie finden wir sie? Offenbar nur so, daß wir die ganze Struktur des λόγος in den Blick fassen und nachsehen, wohin der innere Wesensbau selbst weist als auf das, worauf er gegründet und worin er verklammert ist.
Wir fragen demnach: Wo steht der λόγος überhaupt? Wir müssen sagen: Er ist ein wesentliches Verhalten des Menschen. Aus dem verborgenen Wesen des Menschen also müssen wir den Grund der inneren Möglichkeit des λόγος erfragen. Aber auch hier nicht so, daß wir jetzt eine Wesensdefinition des Menschen uns irgendwoher beschaffen und sie anwenden, sondern umgekehrt, daß wir uns gerade von der rechtverstandenen λόγος-Struktur aus und durch den Rückgang zu dem von ihr gewiesenen Grunde ihrer Möglichkeit allererst sagen lassen, wie es um das Wesen des Menschen steht. Wir wissen nur: Vom λόγος in der Einheit seiner Struktur aus müssen wir in das Wesen des Menschen zurück. über dieses selbst wurde nichts ausgemacht. Was wir haben, ist nur die These: der Mensch ist weltbildend, welche These wir als Wesensaussage in Anspruch nehmen, vom gleichen Charakter wie die: das Tier ist weltarm. Aber diese These darf jetzt nicht angewendet werden, sondern es gilt gerade, sie zum Problem zu entfalten und zu begründen. Am Ende ist -das, was wir da Weltbildung nennen, auch und gerade der Grund der inneren Möglichkeit des λόγος. Ob sie das ist und vor allem, was sie ist, wissen wir noch nicht. Am Ende wird aus dem Wesen der