ANHANG



Zur Kritik der Vorlesung


1. Der Ansatz mit der Frage: Was ist überhaupt Seiendes … (vgl. dazu: Die Entmachtung der φύσις) nicht geschichtlich wesentlich genug: » Leibniz« — ens creatum — christlich-theologische Frage!

2. Desgleichen ist S. 15 [= S. 31/33] vor allem der Übergang zum »Sein« — auf das alles hinauswill — eine faule Stelle, zu dünn und zu künstlich; außerdem ist die dann folgende Seinsfrage keine Vor-frage.

Das Unmögliche liegt aber darin, daß durch diese Vorfrage doch das Sein für sich genommen wird, wenngleich in der Absicht dieses rückgängig zu machen.

All dieses, ohne zuvor die Wesung selbst ursprünglich zu sagen! Die Meinung, durch solches kritisches Vorgehen sei der Umschwung zu erzielen, ist irrig. Die Vorfrage als Kritik des Seinsverständnisses und der Unterschied: nur auf dem Grunde des anderen Anfangs — aber nicht als Hinführung dazu !

Wesentlich das Schwanken zwischen Sein und Nichtsein. Aber zuvor: wie das Schwanken erfahren, wie es uns trifft und schwanken läßt. Nicht das bloße »Werden« als Veränderung, sondern der Ausschlag zwischen Sein und Nichts.

Wie wir dabei aber im Entweder-Oder verhaftet bleiben und gerade nicht das Sein als solches — das Nichts als solches — diese in ihrem Bezug als Ausschlagsbereich als ausschließende Zuweisung. Außerdem wissen wir nicht und fragen auch nicht wesentlich, ob das Seiende ins völlige Nichts versinkt oder nur verschwindet und sich wandelt.

Das Schwanken in den verschiedenen Stufen der Wahrheit.

3. Das Fragen könnte sogleich von S. 1 überspringen zu S. 16