wieder aus den innersten Notwendigkeiten unseres ins Künftige hineinwollenden Fragens selbst.
Daß erst so der Grund der ursprünglichen Einheit des Nietzscheschen Denkens und seiner »Metaphysik« ans Licht kommt, ist wieder keine Sache der bloßen Bereinigung der Nietzscheauslegung, sondern gehört in die Aufgabe des Begreifens, daß und inwiefern Nietzsches Denken ein Übergang ist. Übergang zu sein ist hier das Höchste - wir aber müssen, um wissend den Übergang zu bestehen, das Woher und das Wohin in ihrem ursprünglichen Gefüge und ihrem Stoß ins fragende und schaffende Wissen heben.
D.
Anmerkung zu den Nietzsche-Vorlesungen
Inwiefern die Vorlesungen und Übungen über Nietzsche (1956/57, 1957, 1959, 1940) je nach verschiedenen Hinsichten [Wille zur Macht; ewige Wiederkehr des Gleichen; Wahrheit; Nihilismus (Wertsetzung)] die Metaphysik Nietzsches als Vollendung der abendländischen Metaphysik zeigen.
Dabei ist der Begriff der Metaphysik gedacht als die Wahrheit des Seienden als solchen im Ganzen. Die Enthüllung des seynsgeschichtlich begriffenen Wesens der Metaphysik ist stets nur beiläufig und begrenzt, da die Vorlesungen zugleich die Aufgabe haben, überhaupt Nietzsches Denken metaphysisch und metaphysikgeschichtlich zu durchhellen. Daher schwankt die Berufung auf das Wesen der Metaphysik zwischen den allgemeinen, noch nicht begründeten und von der Metaphysik selbst sogar auch nie begründbaren Hinsichten: »Seiendes als solches«, »Seiendes im Ganzen«, »Wahrheit des Seienden«, »Was-Sein« und »Daß-Sein«, Metaphysik als »Gefüge« der Wahrheit des Seienden und als »Wesung« dieser Wahrheit. Überall ist wissentlich die entscheidende Frage der seynsgeschichtlichen Überwindung der Metaphysik im Hintergrund