nur diese in die Erfahrung bringen, nämlich: in einem vom Sein selbst ausgebreiteten Aufenthalt zu stehen, das heißt, in einem solchen, den wir bisher - unter Beiziehung gewohnter Denkweisen — zunächst noch eine »Ausweglosigkeit« nennen durften. Wir erfahren das Menschentum jetzt in solchem Aufenthalt, in dem das Sein als Zuwurf die Unumgänglichkeit bekundet und darin seine Unantastbarkeit; wir erfahren einen Aufenthalt, in dem das Sein sich aber auch gleichsam in die Zerstörung seiner selbst preisgibt, wenn anders das Sein sogleich durch alles Vorstellen und Denken seiner zu einem Seienden wird.
Wir erfahren dies, das will sagen, wir entschlagen uns der scheinbaren Möglichkeiten, diesem Aufenthalt auszuweichen. Wir beginnen mit dem Verzicht, durch irgendeine Berufung auf dieses und jenes Seiende einen Anhalt zu finden, um mit dem Sein >fertig< zu werden, oder eine Entschuldigung dafür beizubringen, im voraus dem Sein überhaupt nicht nachfragen zu müssen. Wir leugnen aber auch nicht, daß die Erfahrung dieses Aufenthaltes eine Zumutung enthält, die nach den gewohnten Forderungen an das >Nachdenken< sich nicht abschätzen läßt. Diese Zumutung einer solchen Erfahrung stammt vor allem nicht von uns, als wäre sie nur das Ergebnis von Uberlegungen, erdacht auf irgendeinem philosophischen Standpunkte Diese Zumutung der Erfahrung des angedeuteten Aufenthaltes des geschichtlichen Menschen entspringt einem Anspruch des Seins selbst, in dem der Bestand dieses Menschen (selbst) verankert liegt. Der Anspruch kommt aus dem noch verborgenen Wesen der Geschichte. Deshalb ist diese Zumutung der Erfahrung des Wesensaufenthaltes des geschichtlichen Menschen befremdlich. Wir sollen diese Befremdlichkeit nach keiner Hinsicht herabmindern. Wir wollen diese Befremdlichkeit festhalten, und das sagt zunächst: Wir wollen eingestehen, daß wir nicht beliebig und unvorbereitet, nie ungerufen und nie mit Hilfe einer bei uns auftauchenden bloßen Neugier auch nur ein geringes über den Wesensaufenthalt des geschichtlichen