dem bloßen Vorwärtstreiben? Hat es überhaupt einen Sinn, zumal wenn man vergessen hat, zu fragen, auf welcher Bahn man da treibt und wer dabei der Treibende eigentlich ist? ›Vorwärtstreiben die Forschung‹ - und mit welchem Recht vorwärts? Was ist denn hier vorne und was hinten? Wir dürfen jedenfalls die vorwärtstreibende und vorwärts getriebene ›moderne Forschung‹ nicht als das Schema nehmen, um eine sogenannte Entwicklung von Heraklit bis zu Aristoteles ›historisch‹ zu konstruieren. Für uns bleibt jetzt und hier gerade dies die Frage: ob die anfänglichen Denker, wenn sie ›noch nicht‹ so dachten wie Platon und Aristoteles, diesem ›noch nicht‹ zufolge nur ›hinter‹ dem Denken der Späteren zurückbleiben oder ob sie, weil sie ›noch nicht‹ dachten wie Platon und Aristoteles, allem späteren Denken schon vorausdachten, und zwar so wesentlich voraus, daß alle nachkommenden Denker diesen Vorsprung bis heute nicht nur nicht wieder eingeholt haben, sondern nicht einmal als einen Vorsprung bemerken konnten und erfahren können. Die hierdurch angerührte Frage des Verhältnisses der anfänglichen Denker zum späteren Beginn der ›Metaphysik‹ ist uns aber keine historische Frage, die nur vergangene Positionen des Denkens zueinander in Vergleich setzt; denn wenn die anfänglichen Denker allem Nachkommenden voraus und also auch über das heutige Denken hinweg gedacht haben, dann ist das, was in ihrem Denken ans Licht kommt, solches, was bereits und erst vor uns liegt und erst auf uns zukommt als das Zu-geschickte -als die Geschichte.
Es kommt bei Gelegenheit dieser Besinnung auch zutage, daß die übliche Vorstellung von der Zeit als der Abfolge eines Nacheinander überhaupt nicht zureicht, die Weise, wie die Geschichte ist, sachgemäß zu denken. Sofern aber die Geschichte historisch vorgestellt und chronologisch geordnet wird, kommt durch die chronologische Zeitvorstellung stets und im voraus die äußerliche Vorstellung von der Zeit und nur sie in den Gesichtskreis der Geschichtsbetrachtung. Demgemäß sehen