von Mozart oder religiöse Mächte, sondern ob es etwas überhaupt gibt. Was besagt: etwas überhaupt? Ein ganz Allgemeines, das Allgemeinste, möchte man sagen, das, was jedem möglichen Gegenstand überhaupt zukommt. Es läßt sich von ihm sagen, es ist etwas — und wenn ich das sage, sage ich vom Gegenstand das Minimum von Aussagbarkeit aus. Ich stehe voraussetzungslos ihm gegenüber. Und trotzdem: Der Sinn des Etwas, so primitiv es scheinbar ist, erweist sich bezüglich seines Sinnes als Motivat eines ganzen Prozesses von Motivationen. Das ist schon dadurch angedeutet, daß, wenn wir versuchen, den Sinn des Etwas überhaupt zu erfassen, wir zurückgreifen auf Einzelgegenstände mit bestimmtem konkreten Inhalt. Und vielleicht ist dieses Zurückgreifen ein notwendiges. Es liegt am Ende gar im Sinn des Etwas überhaupt, auf ein Konkretum irgendwie angewiesen zu sein, wobei der Sinncharakter dieses »Angewiesenseins selbst« noch problematisch bleibt.
c) Die Rolle des Fragenden
Oben wurde gesagt, die Charakterisierung des schlichten Frageerlebnisses, die ein »ich verhalte mich« in dasselbe hineinlegt, sei eben deshalb unzutreffend, untriftig, denn unmittelbar schauend finde ich so etwas wie ein »ich« nicht vor, sondern nur ein »Er-leben von etwas«, ein »Leben auf etwas zu«.
Man wird entgegnen: Es liegt doch gerade im Sinn der Frage, daß ein Ich dazugehört. »Gibt es« besagt doch: gibt es für mich, den Fragenden. Versenken wir uns wieder in das Erlebnis. Gibt sich in ihm so etwas wie die sinnhafte Zurückverweisung auf mich, der hier am Katheder steht, mit diesem Namen und diesem Alter? Prüfen Sie selbst, indem sie alle fragen: Liegt in der Frage: »Gibt es etwas« — für mich (Fräulein cand. phil.) — für mich (Herrn Dr. X) — für mich (Herrn stud. iur.)? Offenbar nicht. Also: Unmittelbar ist nicht nur nicht ein Ich zu erfassen; auch in der Erweiterung des Intuitionsfeldes, also in