Man reicht nicht aus, bzw. ist bezüglich der interpretativen Kategorien auf falscher Fährte, wenn man diese (formalen) Charaktere einfach als »Gefühle« charakterisieren wollte. »Gefühl« ist eine psychologische Kategorie, deren kategoriale Struktur verworren ist, jedenfalls nicht so bestimmt, daß sie in vorliegender Interpretation etwas besagen könnte.
Wir lassen diese Charaktere der faktischen Lebensbewegtheit zunächst terminologisch unbestimmt [eine Seinsweise und selbst existenziell faktischer Ausdruck -das »Mir-Sein«; vgl. Horrescenz!], solange sie nicht selbst interpretiert sind. Hier soll nur das Eigentümliche an ihnen herausgehoben werden, daß sie einen besonderen Meldungssinn haben, so zwar, daß dieser nicht eine Kenntnisnahme vermittelte oder auch nur intendierte. Es sind Phänomene eigenen (faktischen) Auftretens in der Faktizität mit der Tendenz, ihr faktisches Leben, in dem sie begegnen, vollzugsmäßig und nach seinem Seinssinn von ihrem spezifischen Bezugssinn her zu determinieren. Der Meldungscharakter ist nicht als kenntnisgebende Vorund Rückweisungen, Anzeige, zu nehmen, sondern ist eine Weise (im Mir-Sein des Quälenden), das faktische Leben von ihm selbst her in Anspruch nehmen zu wollen. Quälenderweise meldet sich so etwas, was am Leben frißt. Quälenderweise meldet sich also ein Vorkommen in der Faktizität (das »Fressen«, Nagen), in welchem selbst das »woran« des Fressens vorkommt: »das Leben selbst«, umweltlich; irgendwie nicht weltlich, aber gerade auch nicht irgendwie inhaltlich kategorial anders, sondern gerade in diesem Gemeldetsein quälenderweise in der Faktizität.
Sofern dies (faktische) Auftreten solcher meldenden Charaktere in einem Vollzugszusammenhang mit dem Vorkommen des umweltlichen Lebens steht, dieses sich als das Historische ausweist und somit das Auftreten selbst aufgrund von jetzt nicht abgehobenen Beziehungen historisch ist, ist das Historische des Auftretens mit konstitutiv für jedes Begegnis, d. h. wie zum erstenmal so etwas Quälendes sich vorwagte, wie zum