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5. Fur die Wenigen - Für die Seltenen


digkeit in der Mitte des Seyns, in der Wesung des Seyns (das Ereignis) als der Mitte.

Die Fragenden haben alle Neugier abgelegt; ihr Suchen liebt den Abgrund, in dem sie den ältesten Grund wissen.

Soll noch einmal uns eine Geschichte beschieden sein, die schaffende Ausgesetztheit in das Seiende aus der Zugehörigkeit zum Sein, dann ist unabwendbar die Bestimmung: Den Zeit-Raum der letzten Entscheidung — ob und wie wir diese Zugehorigkeit erfahren und gründen —vorzubereiten. Darin liegt: denkerisch das Wissen vom Ereignis zu gründen, durch die Gründung des Wesens der Wahrheit als Da-sein.

Wie immer die Entscheidung über Geschichtlichkeit und Geschichtslosigkeit fallen mag, die Fragenden, die denkerisch jene Entscheidung vorbereiten, müssen sein; jeder trage die Einsamkeit in seine größte Stunde.

Welches Sagen leistet die höchste denkerische Erschweigung? Welches Vorgehen erwirkt am ehesten die Besinnung auf das Seyn? Das Sagen von der Wahrheit; denn sie ist das Zwischen für die Wesung des Seyns und die Seiendheit des Seienden. Dieses Zwischen gründet die Seiendheit des Seienden in das Seyn.

Das Seyn aber ist nicht ein »Früheres« — für sich, an sich bestehend -, sondem das Ereignis ist die zeiträumliche Gleichzeitigkeit für das Seyn und das Seiende (vgl. Das Zuspiel, 112. Das »Apriori«).

In der Philosophie lassen sich niemals Sätze anbeweisen; und dies nicht nur deshalb nicht, weil es keine höchsten Sätze gibt, aus denen andere abgeleitet werden könnten, sondern weil hier überhaupt nicht »Sätze« das Wahre sind und auch nicht einfach Jenes, worüber sie aussagen. Alles »Beweisen« setzt voraus, daß der Verstehende so, wie er vorstellend vor den Satzgehalt kommt, unverändert derselbe bleibt im Nachvollzug des beweisenden Vorstellungszusammenhangs. Und erst das »Ergebnis« des Beweisganges kann eine geänderte Vorstellungsweise oder eher das Vorstellen von bisher nicht Beachtetem verlangen.