Aus dieser Not wird die Gründung der Wahrheit des Seins, die Gründung des Da-seins notwendig.
Diese Notwendigkeit vollzieht sich in der ständigen, alles geschichtliche Menschsein durchherrschenden Entscheidung: ob der Mensch künftig ein Zugehöriger ist zur Wahrheit des Seins und so aus dieser Zugehörigkeit und für sie die Wahrheit als Wahres in das Seiende birgt, oder ob der Beginn des letzten Menschen diesen in die verstellte Tierheit wegtreibt und dem geschichtlichen Menschen den letzten Gott versagt.
Was ist, wenn der Kampf um die Maßstäbe erstirbt, wenn das gleiche Wollen keine Größe mehr will, d. h. keinen Willen zur größten Verschiedenheit der Wege mehr aufbringt?
Wenn noch der andere Anfang sich vorbereitet, dann ist dies als eine große Wandlung verborgen, und umso verborgener je größer das Geschehnis. Der Irrtum besteht freilich, als müßte ein wesentlicher Umschlag, der von Grund aus Alles ergreift, auch sogleich und überhaupt von Allen gewußt und begriffen werden und sich in der Öffentlichkeit abspielen. Nur Wenige stehen immer in der Helle dieses Blitzes.
Die Meisten haben jenes »Glück«, in einem Vorhandenen sich vorzufinden und so das Ihrige im Verfolg des Nutzens für ein Ganzes zu betreiben.
Im anderen Anfang wird jenes ganz Andere vorausgedacht, was der Entscheidungsbereich genannt worden, in dem sich das eigentliche geschichtliche Seyn der Völker gewinnt oder verliert.
Dieses Sein – die Geschichtlichkeit – ist nie in jedem Zeitalter dasselbe. Eis steht jetzt vor einer wesentlichen Wandlung, sofern es zur Aufgabe bekommt, jenen Entscheidungsbereich zu gründen, jenen Ereigniszusammenhang, kraft dessen menschliches geschichtliches Seiendes erst sich zu sich selbst bringt. Die Gründung dieses Bereichs verlangt eine Entäußerung, die das Gegenteil ist der Selbstaufgabe. Sie kann nur aus dem Mut zum Ab-grund vollzogen werden. Dieser Bereich, wenn solche Kennzeichnung überhaupt zureicht, ist das Da-sein, jenes Zwischen,