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67. Machenschaft und Erlebnis

66. Machenschaft und Erlebnis


Im Wesen beider liegt es, keine Grenzen zu kennen und vor allem keine Verlegenheit und vollends keine Scheu. Am fernsten ist ihnen die Kraft der Verwahrung. An deren Stelle ist die Übertreibung und Überschreiung und das blinde bloße Anschreien getreten, in dessen Schrei man sich selbst beschreit und sich von der Aushöhlung des Seienden wegtäuscht. Gemäß ihrem Grenzen- und Verlegenheitslosen ist der Machenschaft und dem Erlebnis alles offen und nichts unmöglich. Sie müssen sich im Ganzen wähnen und als das Dauernde, und deshalb ist ihnen nichts so geläufig wie das »Ewige«. Alles ist »ewig«. Und das Ewige — dieses Ewige — wie sollte es nicht auch das Wesentliche sein? Wenn es aber dieses ist, was vermag noch dagegen genannt zu werden? Kann die Nichtigkeit des Seienden und die Seinsverlassenheit besser und größer verwahrt werden in der Maske der »wahren Wirklichkeit« als durch die Machenschaft und das Erlebnis?



Das »Erlebnis«


Was ist das Erlebnis?

Inwiefern in der Ichgewißheit (in bestimmter Auslegung der Seiendheit und der Wahrheit vorgezeichnet).

Wie das Heraufkommen des Erlebens die anthropologische Denkweise fördert und verfestigt.

Inwiefern das Erleben ein Ende ist (weil es die »Machenschaft« unbedingt bestätigt).



67. Machenschaft und Erlebnis


Machenschaft als Herrschaft des Machens und des Gemächtes. Hierbei ist aber nicht zu denken an menschliches Tun und Treiben und dessen Betrieb, sondern umgekehrt, solches ist nur


Martin Heidegger (GA 65) Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis)

Contributions to Philosophy (of the Event) pp. 103-104

GA 65