möglich in seiner Unbedingtheit und Ausschließlichkeit aufgrund der Machenschaft. Dies ist die Nennung einer bestimmten Wahrheit des Seienden (seiner Seiendheit). Zunächst und zumeist ist diese Seiendheit uns faßlich als die Gegenständlichkeit (Seiendes als Gegenstand des Vorstellens). Aber die Machenschaft faßt diese Seiendheit tiefer, anfänglicher, weil auf die τέχνη bezogen. In der Machenschaft hegt zugleich die christlich-biblische Auslegung des Seienden als ens creatum, mag dieses nun gläubig oder verweltlicht genommen werden.
Das Heraufkommen des machenschaftlichen Wesens des Seienden ist geschichtlich sehr schwer zu fassen, weil es im Grunde seit dem ersten Anfang des abendländischen Denkens (genauer seit dem Einsturz der ἀλήθεια) sich in die Auswirkung setzt.
Descartes' Schritt ist bereits eine erste und die entscheidende Folge, die Folgeleistung, wodurch sich die Machenschaft als gewandelte Wahrheit (Richtigkeit), nämlich als Gewißheit, in die Herrschaft setzt.
Das machenschaftliche Wesen in der Gestalt des ens als ens certum ist zuerst zu zeigen. In der Bahn der Überwindung der Metaphysik muß das certum auf das Machenschaftliche ausgelegt und damit dieses entschieden bestimmt werden.
Weitere Folgen: das Mathematische und das System und in einem damit die »Technik«.
Die Machenschaft (ποίησις - τέχνη - κίνησις - νοῦς) hat zur lange zurückgehaltenen und erst zuletzt hervorkommenden Entsprechung das »Erlebnis«.
Beide Namen nennen die Geschichte der Wahrheit und der Seiendheit als die Geschichte des ersten Anfangs.
Was meint Machenschaft? Das in die eigene Fesselung Losgelassene. Welche Fesseln? Das Schema der durchgängigen berechenbaren Erklärbarkeit, wodurch jegliches mit jedem gleichmäßig zusammenrückt und sich vollends fremd, ja ganz anders als noch fremd wird. Der Bezug der Unbezüglichkeit.