Im anderen Anfang aber ist das Seiende, damit es die Lichtung, in die es hereinsteht, zugleich trage, welche Lichtung west als Lichtung des Sichverbergens, d. h. des Seyns als Ereignis.
Im anderen Anfang wird edles Seiende dem Seyn geopfert, und von da aus erhält erst das Seiende als solches seine Wahrheit.
Das Seyn aber west als das Ereignis, die Augenblicksstätte der Entscheidung über Nähe und Ferne des letzten Gottes.
Hier ist in der unumgänglichen Gewöhnlichkeit des Seienden das Seyn das Ungewöhnlichste; und diese Befremdung des Seyns ist nicht eine Erscheinungsweise desselben, sondern es selbst.
Der Ungewöhnlichkeit des Seyns entspricht im Gründungsbereich seiner Wahrheit, d. h. im Da-sein, die Einzigkeit des Todes.
Der furchtbarste Jubel muß das Sterben eines Gottes sein. Nur der Mensch »hat« die Auszeichnung, vor dem Tod zu stehen, weil der Mensch inständig ist im Seyn: Der Tod das höchste Zeugnis des Seyns.
Im anderen Anfang muß die Wahrheit des Seyns gewagt werden als Gründung, Erdenkung des Da-seins.
Nur im Da-sein wird dem Seyn jene Wahrheit gegründet, in der alles Seiende nur umwillen des Seyns ist, des Seyns, das als Wegspur des letzten Gottes aufleuchtet. Durch die Gründung des Da-seins verwandelt sich der Mensch (Sucher, Wahrer, Wächter).
Diese Verwandlung schafft den Raum der anderen Notwendigkeiten der Entscheidung über Nähe und Ferne der Götter.
118. Der Sprung
ist der äußerste Entwurf des Wesens des Seyns derart, daß wir uns (selbst) in das so Eröffnete stellen, inständig werden und erst durch die Ereignung wir selbst. Muß aber für die Wesensbestimmung