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181. Sprung

Das Da-sein als ex-sistere: Eingerücktsein in und Hinausstehen in die Offenheit des Seyns. Von hier aus erst bestimmt sich das Was, d. h. das Wer und die Selbstheit des Da-seins.

Ex-sistenz - umwillen des Da-seins, d. h. Gründung der Wahrheit des Seyns.

Ex-sistenz metaphysisch: An-wesung, Er-scheinung. Ex-sistenz seinsgeschichtlich: inständliche Entrückung in das Da.


180. Seinsverständnis und das Seyn


Aus Seiasverstehen, in diesem sich halten, d. h. aber, da Verstehen Entwurf des Offenen, in der Offenheit stehen.

Auf das, was in ihr sich eröffnet (das Sichverbergende) bezogen sein.

Seinsverständnis macht das Seyn nicht »subjektiv«, auch nicht »objektiv«, wohl aber überwindet es alle »Subjektivität« und rückt den Menschen in die Offenheit des Seins, setzt ihn als den dem Seienden (und zuvor der Wahrheit des Seyns) Ausgesetzten.

Das Seyn aber ist, entgegen der gemeinen Meinung, das Befremdlichste und Sichverbergende, und doch west es allem in es hereinstehenden Seienden zuvor, was freilich nie durch das bisherige » Apriori« begriffen werden kann.

Das »Seyn« ist nicht ein Gemächte des »Subjekts«, sondern das Da-sein als Überwindung aller Subjektivität entspringt der Wesung des Seyns.


181. Sprung


ist das eröffnende Sichwerfen »in« das Da-sein. Dieses gründet sich im Sprung. Das, wohin er, eröffnend, springt, gründet sich erst durch den Sprung.

Das Sich-werfen; das Selbst wird erst »sich« zu eigen im Sprung, und dennoch kein absolutes Schaffen, sondern umgekehrt:

GA 65