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248. Die Zukünftigen

Jene Fremdlinge gleichen Herzens, gleich entschieden für die ihnen beschiedene Schenkung und Verweigerung. Die Stabhalter der Wahrheit des Seyns, in der sich das Seiende erbaut zur einfachen Wesensherrschaft jeglichen Dinges und Atems. Die stillsten Zeugen der stillsten Stille, in der ein unvernehmlicher Ruck die Wahrheit aus der Verwirrung aller errechneten Richtigkeiten zurückdreht in ihr Wesen: das Verborgenste verborgen zu halten, die Erzitterung des Vorbeigangs der Götterentscheidung, die Wesung des Seyns.

Die Zukünftigen: die langsamen und langhörenden Gründer dieses Wesens der Wahrheit. Die Widerständigen gegen den Stoß des Seyns.

Die Zu-künftigen* sind jene Künftigen, auf die als die rückwegig Er-wartenden in opfernder Verhaltenheit der Wink und Anfall der Fernung und Nahung des letzten Gottes zu kommt. Diese Zukünftigen gilt es vorzubereiten. Solcher Vorbereitung dient das anfängliche Denken als Erschweigung des Ereignisses. Aber das Denken ist nur eine Weise, in der Wenige den Sprung in das Seyn erspringen.



249. Die Grundstimmung der Zukünftigen**


Anklang und Zuspiel, Sprung und Gründung haben je ihre Leitstimmung, die aus der Grundstimmung ursprünglich zusammenstimmen.

Diese Grundstimmung aber ist nicht so sehr zu beschreiben als zu erwirken im Ganzen des anfänglichen Denkens.

Mit einem Wort aber ist sie kaum zu nennen, es sei denn durch den Namen Verhaltenheit. Aber dann muß dieses Wort


* vgl. Vorblick, 45. Die »Entscheidung«

** vgl. Vorblick, 5. Für die Wenigen - Für die Seltenen, S. 14 ff.


Martin Heidegger (GA 65) Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis)

GA 65