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in der ganzen Ursprungsfülle genommen werden, die seinem Bedeuten aus dem Erdenken des Ereignisses geschichtlich zuwächst.

Die Grundstimmung enthält das Zumutesein, das Gemüt des Mutes als des gestimmt-wissenden Willens des Ereignisses.

Die Leitstimmungen sind gestimmt und stimmend im Einklang miteinander.

Die Leitstimmung des Anklangs ist der Schrecken in der sich enthüllenden Seynsverlassenheit und zugleich die Scheu vor dem anklingenden Ereignis. Schrecken und Scheu in einem erst lassen den Anklang denkerisch vollziehen.

Der ursprüngliche Einklang der Leitstimmungen wird erst durch die Grundstimmung voll angestimmt. In ihr sind die Zukünftigen, und als die so gestimmten werden sie vom letzten Gott be-stimmt. (Über Stimmung vgl. Wesentliches in den Hölderlin-Vorlesungen*)



250. Die Zukünftigen


Sie stehen im herrschaftlichen als dem wahrhaften Wissen. Wer zu diesem Wissen gelangt, läßt sich nicht errechnen und nicht erzwingen. Dieses Wissen ist überdies nutzlos und hat keinen »Wert«; es gilt nicht und kann nicht unmittelbar angenommen werden als Bedingung des gerade ablaufenden Betriebs.

Womit muß das Wissen der wahrhaft Wissenden anheben? Mit der eigentlichen geschichtlichen Erkenntnis; d. h. dem Wissen des Bereichs und dem Innestehen (fragenden) in dem Bereich, aus dem die künftige Geschichte sich entscheidet. Diese geschichtliche Erkenntnis besteht nie in der Feststellung und


* Vorlesung Wintersemester 1934/35 »Hölderlins Hymnen ›Germanien‹ und ›Der Rhein‹« (Gesamtausgabe Band 39); Vorlesung Wintersemester 1941/42 »Hölderlins Hymne ›Andenken‹« (Gesamtausgabe Band 52); Vorlesung Sommersemester 1942 »Hölderlins Hymne ›Der Ister‹« (Gesamtausgabe Band 53)


Martin Heidegger (GA 65) Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis)

Contributions to Philosophy (of the Event) pp. 313-314

GA 65