Warum aber gerade dieser Streit von Welt und Erde? Weil im Ereignis das Da-sein ereignet und dieses die Inständlichkeit des Menschen wird, weil aus dem Ganzen des Seienden der Mensch zur Wächterschaft des Seyns gerufen ist. Wie aber das Strittige, von dem her wir seynsgeschichtlich den Menschen und seinen »Leib«, die »Seele« und den »Geist« zu denken haben?
Das Seyn ent-setzt, indem es das Da-sein ereignet. Dieses Ent-setzen ist ein Stimmen, ja der ursprüngliche Aufriß des Stimmungshaften selbst. Die Grundstimmung der Angst steht das Ent-setzen aus, sofern dieses Ent-setzen in ursprünglichem Sinn nichtet, das Seiende als solches ab-setzt, d. h. dieses Nichten ist kein Verneinen, sondern, wenn es überhaupt aus dem stellungnehmenden Verhalten gedeutet werden dürfte, ein Bejahen des Seienden als solchen als des Ab-gesetzten. Allein, Nichtung ist eben die Ab-setzung selbst, wodurch sich das Seyn als Ent-setzung der Lichtung des ereigneten Da übereignet.
Und wiederum die Nichtung des Seyns im Ent-zug, durch und durch durchstrahlt vom Nichts west das Seyn. Und erst wenn wir uns freigemacht haben von der Mißdeutung des Nichts aus dem Seienden, erst wenn wir aus der Nichtung des Nichts und von da die »Metaphysik« bestimmen, statt umgekehrt aus der Metaphysik und dem in ihr geltenden Vorrang des Seienden das »Nichts« herabsetzen zum bloßen Nein der Bestimmtheit und Vermittelung des Seienden wie Hegel und alle Metaphysiker vor ihm, erst dann werden wir ahnen, welche Kraft der Inständigkeit in das Menschsein einschießt aus dem »Entsetzen«, jetzt als Grundstimmung der »Er-fahrung« des Seyns gemeint. Durch die Metaphysik, und das besagt zugleich durch das Christentum, sind wir mißleitet und gewöhnt, im »Entsetzen«, zu dem die Angst gehört wie das Nichts zum Seyn, nur das Wüste und Grausige zu vermuten, statt die Bestimmung in die Wahrheit des Seyns zu erfahren und aus ihr dessen Wesung inständlich zu wissen.
Im ersten Anfang, da die φύσις in die ἀλήθεια und als diese aufleuchtete, war das Er-staunen die Grundstimmung. Der andere
Contributions to Philosophy (of the Event) p. 380