Dienliches ausgemacht wird, nicht wesentlich, ob sich eine widerspruchslose Erklärbarkeit von Allem Seienden erzielen läßt, nicht wesentlich, ob ein Gefüge von Richtlinien des Sichzurechtfindens und Wertens errichtet werden kann, sondern einzig, ob das Seyn selbst sich in seine Wahrheit er-eignet und so als das Er-eignis den Ab-grund in das Seiende wirft und alle Machenschaft, das Widerspiel des ersten Anfangs, erschüttert.
Alle Maßstäbe der Beurteilung der Philosophie sind zerbrochen; sie muß, selbst wieder anfangend, den Kampf um die Herrschaftsräume des Fragwürdigsten erst eröffnen. Weniges nur wird zuweilen bestehen vor der Enthaltsamkeit des Seyns inzwischen der Wirksamkeiten des Seienden.
Sobald die Philosophie anfängt, das Sein nicht mehr zuvor und nur auf das Seiende zu als dessen Seiendheit zu denken, sondern in die Wahrheit des Seyns vorzufragen, verschlingt sich erst die ihr scheinbar nur anhängende Selbstbesinnung rein mit ihrem Wesen. Philosophie heißt: »Die Liebe zur Weisheit«. Denken wir diesen Namen aus der Wesensbesinnung. Verlassen wir den Vorstellungskreis des Alltags und der Gelehrsamkeit, der Kulturbesorgnis und der Glückseligkeitslehre. Dann sagt das Wort: »Liebe« ist der Wille, daß das Geliebte sei, indem es zu seinem Wesen finde und in ihm wese. Solcher Wille wünscht und fordert nicht. Würdigend läßt er erst das Liebens-würdige als das Geliebte »werden«, ohne es doch zu schaffen. Das Liebens-würdige nennt das Wort die »Weisheit«.
»Weisheit« ist das wesentliche Wissen, die Inständigkeit in der Wahrheit des Seyns. Jene »Liebe« liebt daher in einer einzigen Vor-liebe das Seyn; dies, daß das Seyn »sei«, ist ihr Geliebtes; ihm, das ist, seiner Wahrheit und deren Gründung, gilt der Wille zum wesentlichen Wissen. Das Seyn aber — ist der Ab-grund.
Der »Wille« »des« Sejms macht das Seyn nicht aus einer eigenständigen Anstrengung zu einem »Gegenstand« des Strebens, es vorstellungsmäßig und erklärungssüchtig zu fassen und als einen Besitz wegzustellen. Der »Wille« ist des Seyns, von