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39. Κοινόν
Zu Gang
Kein »Übergang« und keine »Überwindung« – dieses alles ist noch gedacht im Widerspiel zum Gemächte innerhalb der Machenschaft. Die Verwüstung und die Seinsverlassung und Verwahrung des Seyns in ihm selbst als dem verborgenen Austrag ist Geschichte des Seyns (Wesung seiner Wahrheit).
»Übergang« und »Überwindung« sind historisch-technische, keine seynsgeschichtlichen Bestimmungen.
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Hier sind keine Versuche der Abänderung von »Weltanschauungen« und des Umwandelns von »Kulturen«.
Was gegen das Kommen ist, indem es sich in das Unwesen der Machenschaft, die Verwüstung, verfestigt, wird dadurch vom Seyn selbst aus diesem entlassen und seiner Sinn-losigkeit überlassen.
Doch diese Verweigerung des Seyns kann lange dauern und in ihrem Zeitgang bedarf es einer eigenen Inständigkeit im anfangenden Da-sein. Menschentümlich heißt dies: das Nichtdazugehören ausharren, den irrigen Widerstand vermeiden, die einzige Not wissen.
Erst der Verwüstung gewachsen werden. Keine Flucht in Bisheriges, kein Überspringen in vorschnell gemachtes »Zukünftiges«. Die Verwüstung aushalten – in der Unscheinbarkeit des Unvermögens.
(Härter ist noch – die Verwüstung erstmals anfänglich als eine solche vordenken.)
Die Verwüstung aushalten. Indem sie das Seiende der Seinsverlassenheit preisgibt, muß in ihr die Verweigerung des Seyns einschlagen, gesetzt daß der Mensch im Zeitgang der Seinsgeschichte zu bleiben vermag und sich nicht nach rückwärts oder vorwärts davon macht.