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Zu Ereignis VI. Differenz und Unterschied

Der Unter-Schied | das Ereignis der Vergessenheit || selbst | Daher — das Unvergessene der Vergessenheit! »Sie selber« — ?



6. I 4 [— Wechsel]

Im Vorlaß des Anwesenden behält dieses das Anwesen und das Wo und Wohin des Anwesens — [den Unterschied, der er selber ist] mit ein und verdeckt ihn durch den unumgängl ichen Wechsel.



7. Der Unterschied


Weder nur als Zwiefalt vorstellen, noch auch nur die Zwiefalt entfalten, noch die Zwiefalt erklären — noch sie lediglich festhalten, sondern : erfahren — [aus der Vergessenheit des Unterschieds] im | Ereignis | den | Austrag | des vergessenen Unterschieds in den Unter-Schied des Ereignisses des Brauchs.

Der | Aus-trag | der Zwiefalt in den Unter-Schied. Austrag in die Ein-falt des füglichen vierungshaften Brauchs des Ratsals.



8. Der [Unterschied]


als die Zwiefalt im Wechsel nur beiläufig nennen.

Zwiefalt und Wechsel sind im Spiel [der Machenschaft] (des Vor-lassens).

Aber unentfaltet — treten nicht eigens hervor. | Ἕν — πάντα | Was und wie zueinander entfalten. |

Bleiben verschwunden im Überstieg, der den Einbehalt vom vorgelassenen Anwesenden her übernimmt und einrichtet und zum Erscheinen bringt: Kausal : ontologisch — ontisch → Beständigkeit — ontisch — in der Umkehrung Nietzsches | »der Spalt« | | Versammlung — Sammler |·


Martin Heidegger (GA 73-2) Zum Ereignis-Denken

GA 73-2