1171
V.I 1-4

12. Die Vergessenheit


ist das Unvergeßliche - d. h. in der Vergessenheit ereignet die Enteignis »des« Austrags - die Gewahrnis im Ereignis.

Φ. - [Ἀ-Λήθεια]

Nur so, daß ihr die Vergessenheit als Verheyterung entspricht.

Also erst das einfache Lassen



13. Die Vergessenheit des Austrags


(alles mehrdeutig)       | → Eχ.

Die Weisung auf das Ereignis des Unterschieds → | |

Schluß: Aber Es kam von der Vergessenheit. Sie war schon angekommen in die Verbergung. Eχ. → Unterschied.

Die Vergessenheit selbst kam, indem sie ausblieb und den Ausbleib verhüllte in der Verheyterung des Wechsels des Austrags »kommen von« — die Vergessenheit selbst als die Verhüllte Nähe.

Das Zeichen dieser: 1) daß die Vergessenheit selbst ausblieb;

2) das Seltsame, da der Vergessenheit nun gedacht;

3) sie gleichwohl das Unvergeßliche. Menschengeschichtlich und »personal«.

»Es« — »das Eine« — | »Neutrum« < von masculinum und femininum her gedacht.

Statt Ereignis: als Ereignis der Enteignis. [?]



14. Seynsgeschick. Vergessenheit


Verlassen werden — daß dies dem Seyn geschieht, daß das Ausbleiben der Gewahrnis und zwar im »Aufgang« in der Ἀ-λήθεια durch diesen vollbracht.

Seyn ist entwendet — kaum daß es als Sein dem Seienden überlassen — und mit dieser Entwendung?

Der Aufruhr der Verlassenheit.


Martin Heidegger (GA 73-2) Zum Ereignis-Denken

GA 73-2